Wie gegen die DEG: AEV verschenkt Derbysieg nach 2:0-Führung

Im Derby gegen Ingolstadt ist den Augsburger Panthern die Luft ausgegangen (Foto: George Stadler)

Das erste Drittel gegen den ERC Ingolstadt (fast) dominiert, im zweiten den Faden verloren und kein Kapital aus zahlreichen Überzahlsituationen geschlagen, und im dritten Drittel keine Körner mehr gehabt. Das waren die Zutaten für die 2:4-Niederlage gegen die Panther aus den Donauniederungen. Mit dieser Niederlage hat der AEV das dritte Spiel in Folge verloren.

Am Freitagabend stand das zweite bayerische Derby zwischen den Augsburger Panthern und den Schanzern aus Ingolstadt an. Vor ausverkaufter Kulisse begann die Partie stimmungsvoll und lautstark, der gut gefüllte Gästefanblock rundete die Derbyatmosphäre noch ab. Trainer Mike Stewart konnte auf einen nahezu vollständigen Kader setzten, nur Drew LeBlanc konnte verletzungsbedingt nicht aufgeboten werden. Die Revanche für die Auswärtsniederlage gelang aber nicht, die „falschen“ Panther hatten nach Spielende zu feiern.

1. Drittel

Der ERCI kam mit ordentlich Schwung aus der Kabine und konnte sich gleich erste kleinere Chancen erarbeiten. Steffen Tölzer eröffnete auf Augsburger Seite das Scheibenschießen, aber Gästegoalie Timo Pielmeier bestand die erste Bewährungsprobe problemlos. Die erste dicke AEV-Chance hatte Ivan Ciernik auf der Kelle (2. Spielminute), nach Aufbaufehler Ingolstadt scheiterte er aber mit seinem Konter an Pielmeier. In der 3. Spielminute durfte die Hölle des Südens endlich beben: nach Querpass konnte Thomas Holzmann mittels Tip-in Augsburg in Führung bringen. Und die Panther legten gleich nach, in der 4. Spielminute vollstreckte Jon Matsumoto zum 2:0. Die erste Strafzeit der Partie ergab sich in der 9. Spielminute, John Laliberte musste wegen Haken vom Eis. In Summe hatten aber die Schanzer mehr von dieser Augsburger Überzahl. Die nächste Gelegenheit das Pantherpowerplay (kurz PPP) erfolgreich umzusetzen, gab es in der 13. Spielminute. Und diesmal war auch der Ingolstädter Goalie gefordert, der unter Mithilfe des Pfostens ein Überzahltor verhindern konnte. Das nächste PPP (16. Spielminute) bescherte den Panthern in Person von Ben Hanowski eine weiter gute Möglichkeit. Ein kurzes 5 gegen 3, Pielmeier hatte seinen Kasten absichtlich verschoben, brachte aber nichts Zählbares. Und aus dem Nichts, nach Aufbaufehler der Augsburger Überzahlformation, konnte Ingolstadt mittels Shorthander den 2:1-Anschlusstreffer markieren, Torschütze Alex Barta (19. Minute,). Die Drittelsirene kam keine Sekunde zu spät, Ingolstadt war noch sichtlich euphorisiert vom eigenen Treffer und mit viel Drang auf dem Weg zum Ausgleich. Und das nach 13 zu 3 Torschüssen!

2. Drittel

Und mit dem Vertrauen des Anschlusstreffers kamen die Schanzer auch aus der Kabine. Die erste Unterzahl mussten die Panther in der 24. Minute nehmen (MacKay Bandencheck). Und dann wurde mit allen Mitteln verteidigt bis zum Penaltypfiff für Ingolstadt. Selbiger konnte aber nicht verwandelt werden. Die nächste Strafe, 2+2 gegen Derek Dinger, war nur zum Teil nachvollziehbar, der Faustschlag vom beteiligten Ingolstädter Spieler wird im Regelfall auch geahndet. Das anschließende Beinstellen von Polaczek mündete schließlich in einer langen zweifachen Unterzahl gegen den AEV. Nach aufopferungsvoller Verteidigungsschlacht fand der Puck aber doch den Weg ins Panthertor. Auch der bemühte Videobewies konnte den Ausgleich nicht mehr verhindern (Torschütze Brandon Buck, 29.). Nach mehreren Fouls an T. J. Trevelyan gab es dann doch 2 Minuten gegen Ingolstadt. Aber das Augsburger Überzahlspiel ließ bis dato zu wünschen übrig und so sollte es auch weitergehen. Auch eine lange 5 gegen 3 Situation, Benedikt Kohl und Alex Barta mussten vom Eis (35.), brachte wenig Erfreuliches. Nach erschreckend schwachem Powerplay durfte im Anschluss mal wieder eine Binsenweisheit bemüht werden, die mit „Wer seine Chancen nicht nutzt...“ beginnt. In der 39. Spielminute konnten die Gäste aus den Donauniederungen erstmals in Führung gehen (Torschütze Thomas Greilinger), die Panther hatten beim Verteidigen die Zuordnung verloren. .

3. Drittel

Das Abschlussdrittel begann etwas verhalten. Aber Ingolstadt baute zunehmend Druck auf. Jeff Deslauriers, Augsburgs Goalie, war immer wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Die Panther selbst konnten sich zu Beginn nur mit wenigen Entlastungsangriffen gegen die Donauwelle stemmen. Mit einer starken Reaktion hielt J. D. seine Farben in der 53. Spielminute noch im Spiel. Bemühte Panther taten sich aber zunehmend schwer gegen kompakt stehende Schanzer. Interessante Schiedsrichterentscheidungen machten zudem den Panthern das Leben nicht gerade leichter. In der 57. Spielminute schließlich hatte der AEV die Chance zum Ausgleich, aber Hanowski scheiterte am Ingolstädter Torhüter. Zwei Minuten vor Spielende nahm Trainer Stewart noch eine Auszeit und seinen Goalie vom Eis. Somit war der Weg für den Emptynetter zum 2:4 geebnet (Torschütze Brandon McMillan, 60.).
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.