Wiedereröffnung des Rosenaustadions

Kaputte Laufbahn im Rosenaustadion: Der Zustand machte eine Sanierung dringend erforderlich. Jetzt ist sie abgeschlossen. Foto: LG Augsburg
Endlich wieder Leichtathletik im Rosenaustadion: Am Samstag, 19. September, trägt die Stadt die Augsburger Leichtathletik-Stadtmeisterschaften im Rosenaustadion aus. Der Wettkampf dient als Rahmen für die Einweihung der sanierten Anlage.

Das Rosenaustadion hat sich für die Stadtmeisterschaften herausgeputzt. Insgesamt 1,2 Millionen Euro wurden 2014 und 2015 investiert. Das Ergebnis: Eine neue Hindernislaufanlage mit Wassergraben, eine Dreisprunganlage und ein neuer Wurfbereich. Auch die 400-Meter-Bahn wurde rundum erneuert.

Das Besondere an der 400-Meter-Bahn im Rosenaustadion ist, dass acht Sportler gleichzeitig starten können - eine Grundvoraussetzung für überregionale Wettkämpfe. Augsburg hat also gute Chancen, wieder Austragungsort großer Leichtathletik-Events zu werden.

Am Samstag dürfen sich die Zuschauer auf verschiedene Laufdisziplinen, Weit- und Hochsprung sowie Werfen und Kugelstoßen freuen. Ausgetragen wird ein Dreikampf, die Teilnehmer dürfen selbst wählen, worin sie antreten wollen.

Neben dem Sport unterhält ein buntes Programm zur feierlichen Wiedereröffnung. Neben Livemusik wird es unter anderem einen Weltrekordversuch im Rückwärts-Laufen geben. Los geht es um 9 Uhr. Das Ende der Veranstaltung ist um 16 Uhr geplant.

Erbaut wurde das Stadion nach dem Zweiten Weltkrieg - auf Kriegsschutt. Zur Eröffnung 1951 gab es Lob von der Presse. "Eine der größten und modernsten Anlagen im Bundesgebiet", schrieb Der Sportkurier . "Eines der schönsten Stadien Europas", war in der Neuen Zeitung zu lesen. Offiziell bietet das Rosenaustadion 26 443 Stehplätze, 2823 überdachte und 2088 nicht überdachte Sitzplätze. Auch nach der Eröffnung wurden im Rosenaustadion Schlagzeilen produziert: 1952 traf Deutschlands Fußballnationalmannschaft in Augsburg auf die Schweiz und schlug sie 5:1. Acht spätere Weltmeister standen auf dem Platz. Der FC Bayern errang 1957 in Augsburg den ersten DFB-Pokal-Sieg seiner Vereinsgeschichte. Ein Jahr später fand im Stadion der Leichtathletik-Länderkampf Deutschland gegen die UdSSR statt: Ludwig Müller wird mit seinen Siegen vor mehr als 85 000 Menschen zum "Helden von Augsburg".

Wer bei der Stadtmeisterschaft mitmachen möchte, kann sich unter www.lg-augsburg.de noch bis Donnerstag, 17. September, anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Teilnehmerzahl ist auf 300 begrenzt. Anmelden können sich Kinder und Jugendliche der Jahrgänge 1993 bis 2005. Weitere Bedingung: Die Teilnehmer müssen mit Wohnsitz in Augsburg gemeldet sein, einem Augsburger Sportverein angehören oder eine Augsburger Schule besuchen.
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