Wildwasser-WM: Hannes Aigner schrammt am Podium vorbei

Bei der Wildwasser Extreme Kayak Weltmeisterschaft 2015 auf der wilden Ötz im Ötztal paddelten drei Augsburger unter die Top 15. Bester Deutscher war Hannes Aigner vom AKV Augsburg - er wurde Vierter.

Zum achten Mal in Folge fand auf der legendären Wellerbrückenstrecke im Ötztal/Österreich die Wildwasser Extreme Kayak-Weltmeisterschaft statt. 175 Wildwasser Extreme-Kayaker aus über 30 Nationen waren am Start, unter ihnen einige der besten Paddler der Welt.

Unter die Top 15 fuhren drei Deutsche - alle drei aus Augsburg. Hannes Aigner (AKV) paddelte auf den vierten Platz, dann folgten zwei Kanu Schwaben: Lukas Kalkbrenner wurde Sechster, Thilo Schmitt belegte den zwölften Rang. Fabian Dörfler hatte Pech und kam als 16. ins Ziel.

Der 27-jährige Spanier Gerd Serrasolses holte sich zum ersten Mal den Titel, gefolgt vom Briten David Bain und dem dreifachen Weltmeister Sam Sutton (Neuseeland).

Auch der WM-Damentitel wurde zum ersten Mal vergeben. Hier siegte die 35-jährige Kajaklegende Mariann Saether aus Norwegen, vor Jennifer Chrimes aus Großbritannien und Alona Buslaieva aus der Ukraine. Beste Deutsche war Marieke Vogt aus Göggingen.

Der als Wellerbrücke bezeichnete Abschnitt der Ötztaler Ache ist massives Wildwasser der Stufe 5, das heißt sowohl technisch schwierig, als auch gefährlich. Jeder noch so kleine Fehler hat Konsequenzen. Die berühmt-berüchtigten Stromschnellen, "Champions Killer" (der letzte Wasserfall der 280-meter langen Rennstrecke) und "Champions Killer Minus 1" (die Walze oberhalb des Champions Killers), sind zugleich gefürchtet und beliebt bei Extrem-Kajakern aus aller Welt, die großen Respekt vor dem Flussabschnitt haben, aber genauso darauf brennen, ihn zu bezwingen.

Deshalb ist es immer schwierig, hier vorab Prognosen zu geben, denn auch die besten Extrem Kayaker können einen Moment unaufmerksam sein und schon haben sie die Ideallinie verlassen. Die insgesamt 48 Finalisten, die an der Wellerbrücke ins Rennen gehen, treten in einem 'Head-to-Head' Format gegeneinander an. Auch die Top 26 paddeln wieder im Dual-Modus gegeneinander.

Die 13 Athleten, die sich in dieser Runde durchsetzen, kämpfen gemeinsam mit zwei 'Lucky Losern' - den zwei Zeitschnellsten der ausgeschieden Top 26 Athleten - um Weltmeisterehren. Im Superfinal siegt die schnellste Zeit. Jeder der Top 15 hat genau einen Versuch, sich einen Platz auf dem Podium zu sichern.
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