Wochenende zum Vergessen: Bremerhaven siegt im Curt-Frenzel-Stadion

Härte am Mann (hier Evan Trupp) und ein aufmerksamer Jerry Kuhn bewahrte Bremerhaven vor einem frühen Rückstand. Und dann drehte der Aufsteiger auf...
 

Ist es die Kälte, die den arktischen Laufvögeln Beine macht? Der AEV verlor am Freitag bei den Pinginen in Krefeld und jetzt auch zuhause gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven. Ein punktloses Wochenende gegen einen Nachzügler und einen Aufsteiger, der Zwölf-Punkte-Vorsprung schmolz dadurch auf acht. Geraten der tolle sechste Platz und das Viertelfinale in Gefahr oder rappelt sich der AEV wieder auf? Nach 25 Gegentoren in den letzten fünf Spielen und nicht mehr funktionierenden Special Teams beginnen die Fans wieder mit dem Rechnen. Vorn hatte man bei beiden Spielen kein Glück und hinten ließ man zu viel zu. Lag es an den "schwachen" Gegnern? Denn gegen die Spitzenteams sieht Augsburg meistens gut aus, während zuletzt gegen Teams aus dem unteren Tableau verloren wurde.

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Effektive Pinguins stoppen stürmischen AEV

Dabei fing das Spiel sehr gut an, Bremerhaven wurde quasi überrannt und Chancen über Chancen herausgespielt. Niemand im Stadion verschwendete einen Gedanken daran, dass der REV vom AEV unterschätzt wurde. Aber es kam wie so oft: Wenn vorne nichts rein geht - zwei Pfostentreffer und der herausragende Torhüter Kuhn standen dem Erfolg im Weg - kassiert man hinten den Gegentreffer: Beim gefühlt ersten Angriff der Pinguins wurde zu wenig gestört und ein harmlos aussehender Schuss von Dejdar von einem Schlittschuh ins Tor abgefälscht (8. Minute). Eine gute Minute darauf konzentrierten sich die Abwehrspieler dann auf eine gesplitterte Plexiglasscheibe statt auf die weiter spielenden Bremerhavener und durchs Gewühl vor Boutin landete der Puck ein zweites Mal im Tor (Maschmeyer, 10.Minute).

Der AEV nutzte die Pause des Glaswechsels, tauschte den Goalie und drängte dann auf den Anschluss. Der fiel auch bald: Davies "klaut" einen abgefangenen Pass zurück, legt ab auf Hanowski - und der trifft zum hochverdienten 1:2. Das gab natürlich Auftrieb und der AEV kreierte weitere Chancen, die beste - ein Schuss von Holzmann - landete an der Latte.

Bremerhaven weiß immer eine Antwort auf Augsburgs Anschlusstreffer

Das Powerplay hat in Krefeld schon nicht zum Erfolg geführt und auch gegen Bremerhaven tut sich Mike Stewarts Team schwer. Zum Ende des ersten Abschnitts wird mit einem Mann mehr nicht getroffen. Auch das Mitteldrittel beginnt mit einer AEV-Überzahl; sie endet ebenfalls torlos. Anders machen es die Norddeutschen: Erst baut Owens bei fünf gegen fünf die Führung aus (29. Minute), dann dürfen die Pinguins erstmals in Überzahl ran. Mit Startschwierigkeiten, denn Drew LeBlanc versenkt einen Shorthander zum 2:3, den Bremerhaven kurz darauf kontert. Combs wird von Bast freigespielt und trifft quasi im Gegenzug zum 4:2.

Im Schlussabschnitt sorgt Jaroslav Hafenrichter für neue Hoffnung: Er war zentral von den Pinguins "vergessen" worden und trifft zum 2:3 aus Augsburger Sicht. Aber wieder ist der Jubel kaum verklungen, da stellt Owens mit dem zweiten Überzahl-Tor (bei nur drei Powerplays) den alten Abstand wieder her (44. Min.). Und Bremerhaven dreht jetzt auf, spielt einfach aber zielgerichtet und zieht gegen Ende davon: Combs ins von Meisner verlassene Tor und Hooton nach einem Konter (beide in der 59. Minute) machen die 3:7-Niederlage perfekt.

Die nächsten Spiele: In Wolfsburg, gegen Köln und in Schwenningen

Schon am Mittwoch stehen die nächsten Matches an, der AEV muss in Wolfsburg ran, gegen die man bisher eine reine Weste hat, alle drei bisherigen Spiele gegen die Niedersachsen wurden gewonnen. Auch das kommende Wochenende hat es in sich: Am Freitag ab 19:30 Uhr kommen die Kölner Haie ins Curt-Frenzel-Stadion, am Sonntagnachmittag (Spielbeginn 16:30 Uhr) geht es nach Schwenningen, wo das erste Gastspiel 0:3 verloren wurde.
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