Zweite Chance für den FC Augsburg: Traut Euch, und behaltet Baum

Manuel Baum bei seiner Bundesliga-Premiere gegen Gladbach. Am heutigen Dienstagabend tritt er mit dem FC Augsburg bei Borussia Dortmund an. Ob er darüber hinaus Cheftrainer bleibt, ist weiter offen. (Foto: Alexander Heinle)

Der FCA muss sich nach der Schuster-Entlassung für seine Saisonplanung kritisieren lassen. Nun sollte er in puncto Trainer-Wahl den Mut zeigen, der ihm im Sommer noch gefehlt hat. Ein Kommentar und Plädoyer für Manuel Baum.

Dass Dirk Schuster eher biederen Ergebnisfußball arbeiten lässt, hätte den Verantwortlichen des FC Augsburg von vornherein klar sein müssen. Im Sommer entschieden sie sich dennoch für jene Variante, die Sportchef Stefan Reuter noch kürzlich in einem Interview als Wunschlösung bezeichnete - der FCA löste Schuster aus seinem Vertrag in Darmstadt aus und setzte damit auf die solide, risikoarme Lösung für die Weinzierl-Nachfolge.

Schon damals hätte man dem FC Augsburg gewünscht, ein Wagnis einzugehen: Einen Trainer zu holen, der das Spiel des FCA weiterentwickelt, der der Mannschaft einen eigenen Stil auferlegt und einen klaren Plan vermittelt. Einen Trainer, der den mindestens mittelfristig nötigen Umbruch umsetzt, vielleicht sogar mit dem einen oder anderen Kicker aus dem Nachwuchszentrum.

Der FC Augsburg hat eine zweite Chance, Mut zu zeigen

Der FC Augsburg hat jetzt eine zweite Chance: Den Mut zu zeigen, der ihm auf der sommerlichen Trainersuche bei der Auswahl des neuen Cheftrainers noch fehlte – und einen solchen jungen Trainer mit modernem Konzept, neuen Ideen und gutem Draht zur Jugendabteilung dauerhaft zu installieren. Und den müssen Reuter und Präsident Klaus Hofmann nicht mehr lange suchen.

Ganz gleich, wie das Spiel bei Borussia Dortmund an diesem Dienstagabend ausgeht, kann man den FCA-Entscheidern deshalb nur zurrufen: Traut Euch, und behaltet Manuel Baum!
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