Messerangriff auf Jüdischem Friedhof: 67-Jähriger muss in Psychiatrie

Nach einem Messerangriff auf dem Jüdischen Friedhof muss ein 67-Jähriger in die Psychiatrie. (Foto: melpomen/123rf.de)


Das Schwurgericht hat am Dienstag die Unterbringung eines 67-jährigen Mannes in einer psychiatrischen Klinik angeordnet. Er gilt aufgrund einer psychischen Erkrankung als Gefahr für die Allgemeinheit.

Wie gefährlich er ist, hatte sich im Juli 2015 gezeigt. Auf dem Jüdischen Friedhof attackierte er einen Friedhofsgärtner, den er kannte, mit einem Taschenmesser und verletzte ihn schwer.

Zum Tatzeitpunkt war der 67-Jährige allerdings sehr wahrscheinlich nicht schuldfähig. Zu diesem Ergebnis jedenfalls kam ein Gutachter, der dem Beschuldigten Verfolgungswahn attestierte.

Dem Schwurgericht blieb somit nichts anderes übrig, als den 67-jährigen Rentner vom Vorwurf des versuchten Mordes frei zu sprechen und ihn gleichzeitig in eine psychiatrische Klinik einzuweisen.

Während der Untersuchungshaft hatte der Mann mit einer Gabel auf einen Mithäftling eingestochen, in einer Bezirksklinik griff er einen anderen Patienten wieder mit einem Messer an. Der 67-jährige sei in einer Welt aus Verfolgungs- und Vergiftungsideen gefangen, mit Gewalt versuche er die Situation zu lösen, so der vorsitzende Richter Christoph Wiesner in seiner Urteilsbegründung am Dienstag.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.