Warnschüsse in Haunstetten: 23-Jähriger flieht vor der Polizei - Beamte vereiteln Drogendeal

Ein 23-Jähriger ist vor Beamten der Augsburg Kripo geflohen. Erst als die Polizisten Warnschüsse abgaben, konnte der junge Mann gefasst werden. (Foto: Symbolbild/ Christoph Maschke)

Eine Verfolgungsjagd, bei der die Polizei auch Warnschüsse abgab, hat sich am Montagnachmittag in Haunstetten-West ereignet.

Zwei Kriminalbeamte wollten kurz vor 16 Uhr einen gesuchten Straftäter in dessen Wohnung festnehmen. Als sie mit einem entsprechenden Haftbefehl vor dessen Türe standen und niemand öffnete, betraten sie durch die lediglich angelehnte Türe die Wohnung. Dabei konnten sie bereits deutlichen Marihuana-Geruch wahrnehmen. In einem Rucksack fanden sie zwei größere Plastiktüten mit Marihuana-Dolden und eine Dose mit weißem Pulver. Der Gesuchte selbst war nicht zuhause.

Als sie die Wohnung wieder verlassen wollten, erschien plötzlich ein unbekannter junger Mann in der Wohnung. Die Kripobeamten gaben sich als solche zu erkennen und wollten den Unbekannten überprüfen, als dieser umgehend zusammen mit einem weiteren Mann, der offenbar an der Hauseingangstüre gewartet hatte und möglicherweise Schmiere gestanden war, die Flucht. Die beiden konnten über die andere Hausseite aufgrund der baulichen Gegebenheit nicht entkommen. Einer der Flüchtenden wurde von den Beamten eingeholt und zum Stehenbleiben aufgefordert.

Aufgrund des gefährlich wirkenden Verhaltens des 23-Jährigen aus Landshut, spitzte sich die Situation dann plötzlich zu. Die Beamten forderten den jungen Mann mehrfach auf stehenzubleiben und seine Hände zu zeigen. Als er dieser Aufforderung nicht nachkam und offenbar nicht bereit war, die entstandene bedrohliche Situation aufzulösen, gab einer der Polizeibeamten zwei Warnschüsse in die Luft ab. Erst jetzt konnte der 23-Jährige überwältigt und festgenommen werden. Seinem Begleiter gelang es unerkannt zu flüchten.

Die in der Wohnung gefundenen Betäubungsmittel wurden sichergestellt und konnten zweifelsfrei dem festgenommenen 23-Jährigen zugeordnet werden. Angaben hierzu machte er nicht und wollte auch zu seinem flüchtigen Begleiter keine Angaben machen.

Durch die Warnschüsse in die Luft wurde niemand gefährdet. Der eigentlich mit Haftbefehl gesuchte Wohnungsinhaber ist bislang noch nicht aufgetaucht. Nach ihm wird weiterhin gefahndet.
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