Anwohner klagen über zugeparkte Straßen

An der Kreuzung Hofackerstraße/Henri-Dunant-Straße kann es knapp werden. Foto: Natascha Höck
 
So sieht es manchmal in der Friedenstraße aus. Foto: privat

Am Wochenende und abends ist es besonders schlimm. Dann reiht sich in der Friedenstraße, einer Einbahnstraße, ein Auto an das andere, manchmal auch an beiden Straßenseiten. Das berichten die Anwohner.

Einer von ihnen, Richard G. (Namen geändert) erinnert sich, dass erst vor Kurzem ein Zementlaster nicht mehr weiter fahren konnte und in der Einbahnstraße rückwärts heraus rollen musste, da ein Durchkommen nicht mehr möglich war. Für Richard G. und seinen Nachbarn Franz K. ist das kein Spaß mehr. "Hoffentlich brennt es hier nicht - sonst stehen wir alle da." Parkplätze seien zu Genüge vorhanden. In der Friedenstraße gibt es zwei Tiefgaragen, in denen die Anwohner einen Stellplatz mieten können. Dennoch stehen die Autos vor allem an der Straße - etwa gleich an der Tiefgaragenausfahrt, so dass sich Tiefgaragen-Stellplatz-Besitzer schwer tun, aus der Garage zu kommen. Eine Bodenmarkierung, damit hier Autos nicht parken, könnte helfen, finden die Anwohner.

"Da kommt der Sprinter durch, das Feuerwehrauto aber nicht"

Auch die Henri-Dunant-Straße sei oft zugeparkt, besonders an der Einmündung zur Hofackerstraße. Wer also in die Hofackerstraße fahren will, muss aufpassen und die Seitenspiegel einfahren. Franz K. vermutet, dass es für die Kunden der Bank praktischer sei, einfach an der Straße zu halten, anstatt in den Parkplatz hineinzufahren, der durch eine Schranke abgesperrt ist. Außerdem müsse in der Henri-Dunant-Straße niemand eine Parkscheibe ins Fenster legen. Beide Haunstetter sind der Meinung, dass an die Seite, an der die Bank liegt, ein Halteverbotsschild hingehört. Denn: "Da kommt der Sprinter durch, das Feuerwehrauto aber nicht." Müllabfuhr und Winterdienst tun sich ebenfalls schwer. Tatsächlich findet sich in der Henri-Dunant-Straße ein Halteverbotsschild, allerdings hängt das neben einem Garagentor, vermutlich um Fremdparker von der Ausfahrt fernzuhalten. "Das Schild ist der Hammer", meint Richard G. "Da sagt doch jeder, das geht doch mich nichts an. Doch wenn was passiert, dann zählt jede Minute."

Laut Straßenverkehrsordnung ist das Halten an engen und an unübersichtlichen Straßenstellen unzulässig. Und wer sein Fahrzeug verlässt oder länger als drei Minuten hält, der parkt. "Drei Meter müssen übrig bleiben", erinnert Artur Dachs von der Polizeiinspektion Augsburg Süd. Er versichert, dass die Polizei auf Beschwerden reagiere. Aber: "Wir können nur ahnden, was geboten ist."

Ortstermin in Haunstetten

Die "katastrophale Verkehrssituation" kritisieren die CSU und Junge Union (JU) Haunstetten, die kürzlich einen Ortstermin in der Henri-Dunant-Straße und Friedenstraße organisierten - Ferdinand Traub von der JU wohnt selbst in der Friedenstraße. Mit dabei waren unter anderem die Freiwillige Feuerwehr Haunstetten und der Leiter des Tiefbauamts Josef Weber.

Und Weber verspricht: "Wir sind dabei, das abzuarbeiten." Laut Weber prüfen Polizei und Verkehrsbehörde im Tiefbauamt momentan die Situation und Weber hofft, noch bis zur Sommerpause eine Lösung zu erarbeiten. Denkbar wäre zum Beispiel ein verlängertes Halteverbot. (nh)
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