Augsburger Wasserwacht rettet Leben am Ammersee

Übungseinsätze wie die Brückenrettung am Sonntag sind für die Rettungsschwimmer wichtig, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Foto: Kreiswasserwacht Augsburg Stadt

Am Samstag wäre im Strandbad St. Alban am Ammersee beinahe ein 27-jährigen Mann ertrunken. Nur durch ein beherztes Eingreifen konnte er gerettet werden. Im Einsatz waren auch die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer der Wasserwacht Haunstetten.

Der Ammersee ist als nächstgelegener größerer See auch für viele Bürger des Stadt- und Landkreises Augsburg ein beliebtes Ausflugsziel für sonnige Wochenenden. Auch die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer der Wasserwacht Haunstetten sind zweimal jährlich für jeweils ein ganzes Wochenende am Ammersee zugegen und unterstützen die Kollegen der Wasserwacht Dießen bei der Verrichtung des Wachdienstes.

Am Samstagnachmittag tauchte ein 27-jähriger Mann im Strandbad St. Alban ab, schaffte es jedoch aufgrund eines Schwächeanfalls nicht mehr zurück an die Wasseroberfläche. Er drohte deshalb zu ertrinken. Ein aufmerksamer 57-Jähriger erkannte die lebensbedrohliche Lage und zog den Mann an die Wasseroberfläche. Zwischenzeitlich war bereits ein ehrenamtlicher Rettungsschwimmer der Wasserwacht Haunstetten ins Wasser gesprungen, um dem Mann zur Hilfe zu kommen. Der Rettungsschwimmer übernahm den Patienten und brachte ihn sicher an Land. Dort wurde er durch die ehrenamtlichen Helfer bis zum Eintreffen des alarmierten Rettungsdienstes versorgt.

Nur durch das glückliche Zusammenspiel von Badegast und Rettungsschwimmer konnte der 27-jährige in einem deutlich verbesserten Allgemeinzustand an den Rettungsdienst übergeben werden. Das beherzte Eingreifen aller rettete dem Mann vermutlich das Leben.

Um für solche Ernstfälle gerüstet zu sein, stehen bei der Wasserwacht immer wieder Übungseinsätze an. So auch am Sonntag als das Thema Brückenrettung auf dem Plan stand. Durch das Stadtgebiet Augsburg fließen unzählige Flüsse, Bäche und Triebwerkskanäle. Die Strömung dieser Fließgewässer stellt die ehrenamtlichen Fließwasserretter der Kreiswasserwacht Augsburg-Stadt immer wieder vor große Herausforderungen. In Fließgewässern lauern nicht nur für den Patienten, sondern auch für die Retter große Gefahren.

Mit einem umfunktionierten Feuerwehrschlauch übte das sechsköpfige Ausbilderteam das Retten von einer Brücke herab. Der Schlauch ist hierbei mit Luft gefüllt und wird über ein Seilsystem gesteuert. Durch die Strömung wird die Person in den Schlauch getrieben. Durch das Seilsystem wird dieser zugezogen und die Person kann so sicher an ein Ufer manövriert werden. Gerade bei der Fließwasserrettung muss man auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Neben einer guten Ortskenntnis, ist der sichere Umgang mit Ausrüstung und Material das allerwichtigste für die ehrenamtlichen Fließwasserretter der Kreiswasserwacht Augsburg-Stadt.
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