Bäche im Stadtwald werden renaturiert

Die Bäche im Stadtwald sollen strukturreicher werden. So werden nun Uferbereiche erweitert und durch Totholz und Kies neue Lebensräume geschaffen. Foto: Forstverwaltung/ Stadt Augsburg
Die Bäche im Stadtwald sollen naturnäher gestaltet werden. Durch verschiedene wasserbauliche Maßnahmen soll "die ökologische Wertigkeit der Bäche weiter gesteigert werden". Dies teilte die Stadt in einer Pressemitteilung mit. Die Maßnahmen führt die Forstverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Tiefbauamt und dem Landschaftspflegeverband durch. Vor kurzem hatten auch die Naturschützer der Lechallianz Maßnahmen für die Stadtwaldbäche gefordert.
Am Mittwoch wurde nun mit der Umsetzung begonnen. "Als Naherholungsgebiet hat der Siebentischwald eine lange Tradition für die Augsburger Bevölkerung", so Bürgermeisterin Eva Weber, in deren Zuständigkeit als Finanz- und Wirtschaftsreferentin auch die Forsten fallen. Aber auch die ökologische Bedeutung des Stadtwaldes, als eine der letzten erhaltenen, naturnahen Landschaften des Lechs, gelte es zu schützen. Die Stadtwaldbäche sind mit einer Gesamtlänge von rund 70 Kilometern Teil eines historischen wasserwirtschaftlichen Systems.

An einem Teilabschnitt des Alten Floßgraben wird nun der Uferbereich erweitert. Bei starker Wasserführung soll der bachbegleitende Erlenbestand damit wieder regelmäßig vernässt werden. Am Brunnenbach werden die monotonen Uferlinien durch die Schaffung kleiner Buchten bereichert. Dies diene, wie das Einbringen von Totholz und Kies in beiden Bachabschnitten, der Schaffung neuer Lebensräume.

"Zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten sind auf diese Strukturen im Wasser angewiesen", so Jürgen Kircher, Leiter der städtischen Forstverwaltung. Die ökologische Aufwertung der Bäche im Stadtwald sei eine Art Modellversuch.
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