Ein Haunstetter Garten war schon im chinesischen Fernsehen

Eine besondere Pflege benötigen auch die Petunien, wissen Ludwig und Elisabeth Kanefzki. Foto: Klaus Hechler


1966 haben die Eheleute Elisabeth und Ludwig Kanefzki das Einfamilienhaus in der Eggenstraße übernommen und dieses 1967 umgebaut. 1979 begannen sie mit dem Anlegen des Gartens. Dieser Garten ist zu einem ihrer Lebensinhalte geworden. Bei einer Größe von 800 Quadratmetern haben sie Jahr für Jahr die Pflanzfläche auf 150 Quadratmeter erweitert und das Blumensortiment vielfältiger gestaltet.

In den ersten Jahren legten sie den Schwerpunkt auf Rosen und pflanzten insgesamt 700 Rosenstöcke rund ums Haus. "Super Star und Lilly Marlene in zwei verschiedenen Farben waren unsere Lieblingsrosen", erinnert sich Elisabeth Kanefzki. Jetzt sind es nur noch etwa 80 Rosenstöcke, überwiegend Polyantharosen. Neben der Blumenpracht sticht auch der sehr gepflegte Rasen hervor, den Ludwig Kanefzki alle drei Tage mäht.

1976 haben die Kanefziks ein sieben Meter langes Treibhaus für Tomaten- und Gurkenstöcke gebaut, außerdem ein Gartenhaus mit einem Freisitz, an dem Rebstöcke mit roten Trauben wachsen. Rebstöcke mit weißen Trauben wachsen außerdem im Garten. Im Treibhaus zieht Elisabeth Kanefzki einen Teil ihrer Blumen, wobei sie derzeit mehr Pflänzlinge kauft. "In unserem Alter müssen wir etwas kürzer treten", sagt sie. Viele Blumen sind in Blumenkästen angepflanzt, die am Haus stehen. 20 Blumenkästen und 1300 Blumen waren es noch vor einigen Jahren gewesen. Seit 49 Jahren beteiligen sie sich am Blumenschmuck-Wettbewerb des Grünen Kreises und wurden jedes Jahr bei der Feierstunde im Rathaus, vor drei Jahren mit einer Ehrenurkunde für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Die Vorstandschaft des Grünen Kreises hat den Garten vor drei Jahren in Augenschein genommen und war von der Vielfalt und der Blumenpracht überrascht. Auch ein Team des chinesischen und des bayerischen Fernsehens war schon zu Gast und hat den Garten gefilmt.

Heuer hat Elisabeth Kanefzki 35 Tomaten- und vier Gurkenstöcke, 240 Eisbegonien, 70 Tagetes, 40 Zinnien und 30 blaue Surfinia, veredelte Petunien. Letztere zieren die Trennmauer vom Vorgarten zum Garten hinter dem Haus. Ein Hingucker ist jedes Jahr eine große Engelstrompete in gelb und rosa mit über 2000 Blüten.

Fünf bis sechs Stunden müssen die Eheleute am Tag für die Pflege des Gartens aufbringen. Urlaub war für sie bisher ein Fremdwort - wer könnte auch während dieser Zeit die Pflege des Gartens übernehmen? (Klaus Hechler )
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