Augsburger Seniorendelegation bei der Landesversammlung in Würzburg

Bei der Landesversammlung der Seniorenunion in Würzburg v. re. Josef Hummel, Heinrich Bachmann, Klaus Dieter Huber, Kurt Aue und Ludovika Kelz.
 
Ludovika Kelz und Kurt Aue sind im Arbeitskreis Kommunikation auf Bayernebene der Seniorenunion.
Würzburg: Vogel Conventions Cenetr | Landesversammlung der Senioren-Union der CSU

Flüchtlingspolitik, Rente, gesellschaftlicher Zusammenhalt – Senioren-Union debattiert über die zentralen Themen unserer Zeit – Goppel: „Wir Senioren müssen wieder lauter werden!“

Würzburg/Augsburg (aue).„Ältere Menschen – Last oder Segen?“ Diese provokante Frage diskutierten die Teilnehmer der Landesversammlung der Senioren-Union der CSU am vergangenen Samstag im unterfränkischen Würzburg. Dabei waren sich die etwa 300 Teilnehmer (darunter eine Delegation aus Augsburg mit Bezirksvorsitzenden Heinrich Bachmann und seiner Stellvertreter Ludovika Kelz, Kurt Aue und die Stadträte Josef Hummel und Klaus Dieter Huber) einig, dass es um einen gesunden Ausgleich zwischen der älteren und der jüngeren Generation gehen muss. „Es geht darum, die Wertschätzung der Älteren wieder mehr ins Bewusstsein der Gesellschaft zu bringen und auch dafür zu sorgen, die Chancen der Jungen nicht zu verfrühstücken“, so Dr. Thomas Goppel, MdL, in seiner Eröffnungsrede an die Delegierten. „Denn den Standard, auf den wir heute bauen, haben die Seniorinnen und Senioren in den vergangenen 70 Jahren mitaufgebaut. Dauerhafter Frieden, wirtschaftlicher Wohlstand, umfassende persönliche Freiheiten und ein großes Maß an Sicherheit – all das ist Ihr Verdienst“, so Goppel in Richtung der Anwesenden.

Die großen Verdienste der älteren Generation würdigte auch Landtagspräsidentin Barbara Stamm. Sie machte deutlich, dass sich ein großer Teil der Ehrenamtlichen in unserem Land aus Seniorinnen und Senioren rekrutiere und diese die Gesellschaft damit zusammenhielten. Gerade bei den aktuellen Herausforderungen der großen Flüchtlingsströme sei dies besonders deutlich zu Tage getreten, so die stellvertretende CSU-Vorsitzende weiter. Stamm forderte die ältere Generation auf, dich politisch noch mehr zu engagieren und deutlich zu artikulieren.

Deutliche Worte fand Stamm auch zur aktuellen politischen Lage. „Ich will, dass die CSU Volkspartei der bürgerlichen Mitte bleibt. Und wir werden alles dafür tun, damit dies auch so bleibt.“ Dabei müsse es gelingen, die Prinzipien der CSU weiter hochzuhalten. Und dazu gehöre „Humanität, Ordnung und Sicherheit.“ Dies sei, was die Menschen in unserem Land von uns als Volkspartei erwarten und dies sei genau auch so mit dem „C“ und dem „S“ in unserem Namen vereinbar.

Einen klaren und gemeinsamen Kurs forderte auch Prof. Dr. Otto Wulff, Bundesvorsitzender der Senioren-Union der CDU, der per Videobotschaft die Gemeinsamkeiten der beiden Schwesterparteien aufzeigte und einen flammenden Appell für eine gemeinsame Zukunft der Unionsparteien hielt. Die Erfahrung der Älteren zu schätzen und deren Potentiale noch besser zu nutzen mahnten auch Oberbürgermeister Christian Schuchardt und der CSU-Kreisvorsitzende Oliver Jörg, MdL in Ihren Grußworten an. Der demographische Wandel biete nämlich nicht nur Herausforderungen, sondern auch ebenso große Chancen.

Ein herausragendes Anliegen der Versammlung war es eben auch, die Möglichkeiten der Teilhabe der älteren Menschen an Arbeit und Gesellschaft zu erhalten bzw. weiter zu steigern. Grundstein dafür ist aber eine ausreichende finanzielle Ausstattung. Daher fordert die Senioren-Union den dritten Rentenpunkt bei der Erziehung von Kindern auch für nach 1992 Geborene, die Abschaffung der Riester-Rente, die damit verbundene Stärkung der gesetzlichen Rente und vor allem die Rentnerinnen und Rentner wieder am Produktivitätsfortschritt der Wirtschaft zu beteiligen, so wie dies im Andenauerischen Rentensystem – der Grundlage unseres heutigen Systems – vorgesehen ist.

Zum Abschluss konnte der Landesvorsitzende Dr. Thomas Goppel noch zwei Ministerpräsidenten willkommen heißen. Wolfgang Krebs bot unter tosendem Applaus der Teilnehmer eine grandiose Imitation von Edmund Stoiber und Horst Seehofer dar. Es schien fast so, als wären diese beiden leibhaftig auf der Bühne gestanden.
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