Panther mit nächster Auswärts-Pleite: 1:2 in Bremerhaven

An der Defensive - hier Torhüter Meisner und die Verteidiger Lamb und Cundari - lag es auch in Bremerhaven nicht, dass der AEV wieder verlor.
 
Einziger Torschütze an der Nordseeküste: Trevor Parkes

Lang ist er her, der letzte Auswärtssieg der Panther: Am 13.10. gewann man mit 4:3 in Bremerhaven. Beim zweiten Spiel an der Nordseeküste ging Augsburg leer aus, die Fischtown Pinguins gewannen mit 2:1. Obwohl der AEV statistisch das beste Powerplay der DEL spielt gelang während 15 Minuten mit mindestens einem Mann mehr kein Treffer, während Bremerhaven einmal bei gleicher Spieleranzahl und im Powerplay erfolgreich war. Nach Trevor Parkes‘ Tor vier Minuten vor Spielende keimte noch einmal Hoffnung auf, aber der Ausgleich fiel nicht mehr.

Defensive Personalprobleme:
Valentine, Tölzer und Sezemsky verletzt

Die Fischtown Pinguins konnten fast wieder aus dem Vollen schöpfen, nach längerer Verletzung war Jordan George wieder dabei, das Tor der Pinguins hütete Jaroslav Hübl. Beim AEV waren Thomas Holzmann und Jonathan Boutin zurück, letzterer nahm auf der Bank Platz, denn Mike Stewart setzte wie gegen Ingolstadt auf Ben Meisner. Dünn wird die Personaldecke in der Verteidigung, drei Verteidiger fehlten: Scott Valentine nach dem Schlagschuss-Block gegen Wolfsburg und Tölzer seit der 30. Minute gegen Ingolstadt, kurzfristig fiel auch Simon Sezemsky aus.

Mike Stewart antwortete mit Hans Detsch in der Defense und taktisch: Man versuchte den Puck vom eigenen Tor fernzuhalten und spielte nach vorn, kreierte in den ersten fünf Minuten wohl mehr Chancen als im kompletten ersten Drittel gegen Ingolstadt. Das Tor schoss dann jedoch Jason Bast für Bremerhaven: Mauermann hatte auf Jordan George vors Tor gepasst, Meisner dessen Schuss geblockt – aber der Puck landete bei Bast, der ihn im leeren Tor unterbringen konnte.

Der AEV ließ sich davon nicht beirren und gab weiter Gas. Die Folge: Strafzeiten gegen Bremerhaven, zunächst über drei Minuten Powerplay für Augsburg, davon 20 Sekunden fünf gegen drei, heraus kam dabei wenig. Bei der dritten Hinausstellung eines Pinguins lief die Scheibe zwar wesentlich gefälliger; ein Tor gelang dem statistisch besten Überzahlteam der Liga aber auch diesmal nicht, so dass es mit 0:1 in die Kabinen ging.

„Bestes Powerplay der DEL“ versagt erneut

Im Mitteldrittel wurde es hitzig, es hagelte Strafen. Nutznießer waren die Pinguins, die wie der AEV zuvor über drei Minuten Powerplay zugesprochen bekamen. Zwar schafften auch sie keinen Treffer mit zwei Spielern mehr auf dem Eis, aber kurz vor Ablauf der zweiten Strafe bugsierte dann Chad Nehring die Scheibe zum 2:0 ins Tor.

Das gelang dem AEV nicht, nicht während zuerst zwei Minuten Überzahl und auch nicht während fünf Minuten: Kris Newbury hatte vor dem Panther-Tor erst geholzt – ein Schlägerduell mit Christian Kretschmann –, dann Meisner und das Tor attackiert und zuletzt den zu Hilfe eilenden Hans Detsch mit der bloßen Faust ausgeknockt. 2 + 5 + Spieldauer gegen Newbury und Krankenhaus für Detsch war die Konsequenz. Weil auch Kretschmann mit zwei Minuten belegt wurde spielten die Panther fünf Minuten mit einem Mann mehr. Es häuften sich die Chancen, aber die Norddeutschen störten gut und ließen kaum gute Chancen zu und hatten in Hübl einen sicheren Rückhalt.

Zum Schluss des zweiten und zu Beginn des dritten Abschnitts hatte Bremerhaven je zwei Minuten die Möglichkeit mit einem Mann mehr die Führung auszubauen, aber auch das Panther-Penaltykilling funktionierte gut; die beste Chance hatten die Gäste bei einem Break von Kretschmann.

Dann durften die Panther wieder Powerplay spielen, ebenfalls ergebnislos; Bremerhaven verteidigte weiterhin kompromisslos, ließ auch bei fünf gegen fünf wenig zu. So dauerte es bis vier Minuten vor Spielende, dann brach Trevor Parkes den Bann: Mit einem platzierten Schlenzer weckte er Hoffnung beim Team und den etwa dreißig mitgefahrenen Fans. Doch der AEV mühte sich vergeblich, Hübl hielt den Kasten sauber und die Fans wurden punktlos nach Augsburg zurückgeschickt.

Sonntags gegen Krefeld, am Dienstag in Mannheim

Das nächste Krisenteam gastiert mit den Krefeld Pinguinen am frühen Sonntagnachmittag – Spielbeginn ist um 14:00 Uhr - im Curt-Frenzel-Stadion. Aufgrund der Olympia-Pause im Februar ist der Spielplan dicht gestaffelt, so dass schon am Dienstag das nächste Spiel ansteht, dann bei den Adlern aus Mannheim.
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