Kater Pablo stirbt nach Todeskampf - Wurde auch er Opfer von Tierquälerei in Lechhausen?

Symbolbild. (Foto: ezarubina, 123rf.de)
Kater Pablo verschwand gegen Mittag. Als er am frühen Abend des vergangenen Freitags wieder nach Hause kam, dachte sich sein Frauchen, Maria Girner, zunächst nichts Böses. Doch dann spuckte das Tier plötzlich Blut.

Girner brachte ihren Kater zum Tierarzt. "Dort hieß es dann, der ganze Magen sei voll", sagt die Lechhauserin mit Trauer in der Stimme. Womit, das wurde nicht festgestellt. Pablo bekam eine Spritze. Wenn es nicht besser würde, solle Girner nochmal kommen. Doch so weit kam es nicht, denn Pablo verstarb noch am selben Abend.

Nach der Spritze sei es dem siebenjährigen Kater zunächst besser gegangen, erzählt Maria Girner. Am Abend aber "ist er nach einem richtigen Todeskampf dann gestorben". Die Tierbesitzerin glaubt nicht, dass ihre Katze von alleine etwas Giftiges gefressen hat, sie geht davon aus, dass Pablo Opfer eines Tierquälers geworden ist. Womöglich, so spekuliert sie, sei es derselbe Täter, der vor einem Monat mutmaßlich mehrere Katzen in Lechhausen quälte.


In Lechhausen gab es Ende Juli Fälle von Tierquälerei

Ende Juli hatte eine Katzenbesitzerin bei der Heimkehr ihres Tieres festgestellt, dass dessen Schwanz unnatürlich gebogen und der Bauch mit Bausand behaftet war. Eine Diagnose beim Tierarzt ergab eine Wirbelsäulenfraktur, die vermutlich durch einen Fußtritt verursacht wurde.

Als die Polizei die Nachbarschaft befragte, stellte sich heraus, dass es weitere ähnliche Fälle gegeben hatte, die jedoch nicht zur Anzeige gebracht wurden.

Maria Girner hingegen erstattete am Sonntag Anzeige bei der Polizei. "Wahrscheinlich hat ihm der Täter Sand in den Magen geschüttet", spekuliert die Lechhauserin.

Michael Jakob, Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben-Nord, möchte sich an Spekulationen nicht beteiligen. Zum aktuellen Zeitpunkt könne man noch nichts ausschließen. Es laufe ein Strafverfahren gegen Unbekannt. Allerdings könne es auch sein, dass die Katze schlicht etwas Schlechtes gefressen habe. Auch aufgrund der Distanz zwischen dem Wohnort von Maria Girner, in der Nähe des Lechs, und der Rumburgstraße, in der sich im Juli die Fälle der Tierquälerei ereigneten, sei ein Zusammenhang eher unwahrscheinlich.
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