Mann rastet am Augsburger Kaisersee aus - Dann rettet ihm ein Polizist das Leben

Ein Polizist hat einem Mann, der am Augsburger Kaisersee ausgerastet ist, das Leben gerettet. (Foto: kzenon/123rf.de)

Die Mischung aus Hitze, gehörig Alkohol und jeder Menge Frust hat einen 50-Jährigen am Donnerstag beinahe das Leben gekostet - ein Polizist rettete ihn vor dem Ertrinken. Zuvor hatte er einen Badegast am Kaisersee angegriffen.

„Eigentlich wollte der Augsburger kurz vor 21 Uhr zum Schwimmen in den Kaisersee gehen“, schreibt die Polizei in ihrem gestrigen Pressebericht. Dort saß ein 41-Jähriger Mann auf einem Stuhl. Der 50-Jährige beschimpfte den Sitzenden und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Als der Geschädigte, der zudem eine Beinprothese trägt, daraufhin vom Stuhl fiel, eilte ihm ein anderer Badegast zu Hilfe und rief umgehend die Polizei.

Mann springt unvermittelt in den Kaisersee

Gegenüber der Streife habe der 50-Jährige wirre Angaben gemacht, „was auch nicht verwunderlich war bei einem Alkoholwert von über zwei Promille“, schreibt die Polizei. Als ihm erklärt wurde, dass er zur Ausnüchterung in den Arrest gebracht werde, „sprang er völlig unvermittelt ins Wasser und schwamm bis etwa zur Hälfte des Sees hinaus“. Nach kurzer Zeit ruderte er hilflos mit den Armen, verharrte auf der Stelle und ging mehrmals unter.
Einer der Polizeibeamten entledigte sich seiner Uniform und sprang – laut Polizeibericht „mit Unterwäsche bekleidet“ – in den See und zog den Mann heraus. Dieser wurde nach ärztlicher Begutachtung ins Bezirkskrankenhaus eingeliefert.
Zur Zeit des tätlichen Übergriffs auf den 41-Jährigen befanden sich noch andere Badegäste auf der Landzunge des Kaisersees. Diese hatten sich aber offenbar wegen des Verhaltens des 50-jährigen Tobsüchtigen noch vor dem Eintreffen der Streife entfernt. Diese Badegäste werden nun gebeten, sich als Zeugen bei der PI Augsburg Ost unter 0821/323 2310 zu melden.
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