Wilde Verfolgung: 15-Jähriger flieht mit Kleinkraftrad vor der Polizei

Ein 15-Jähriger hat sich mit seinem Kleinkraftrad eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. (Foto: Symbolbild/ Christoph Maschke)

Augsburg - Wegen einer Ruhestörung ist die Polizei am Donnerstag gegen 19 Uhr zu einem Spielplatz in den Ulmenweg gerufen worden. Als die Beamten eintrafen, fuhr ein Kleinkraftrad aus dem Spielplatzgelände. Da der Sozius keinen Motorradhelm trug, wollten die Polizisten die Aprilia samt Besatzung einer Verkehrskontrolle unterziehen. Der Fahrer ergriff daraufhin die Flucht.

Der Kradfahrer reagierte weder auf Hupen noch auf das Anhaltesignal des Polizeifahrzeugs.

Stattdessen beschleunigte er in der 30er-Zone teilweise bis auf über 100 Stundenkilometer und versuchte so zu flüchten. Die Fahrt führte über den Ulmenweg auf dem Fuß- und Radweg weiter in Richtung Norden zur Autobahnbrücke. Hier mussten mehrere Fußgänger und Radfahrer der Aprilia und dem Polizeifahrzeug ausweichen. Anschließend fuhren die beiden Fahrzeuge auf der Mühlhauserstraße in Richtung Autobahnsee.

Das Polizeifahrzeug hielt dabei ausreichend Abstand, um den Verfolgungsdruck gering zu halten, gleichzeitig beteiligten sich nun mehrerer Streifen an der Fahndung. Das Krad konnte schließlich in einem Gebüsch nahe eines Parkplatzes am Autobahnsee gefunden werden, die angebrachten Kennzeichen hatten keine amtliche Zulassung. Es wurde zur Spurensicherung beschlagnahmt und abgeschleppt.

Auf einer Bank an den Grünflächen des Sees trafen die Beamten schließlich auf den 15-jährigen Fahrer des Kleinkraftrades, der Sozius war nicht aufzufinden. Da der Jugendliche eine Tatbeteiligung abstritt, wurde er auf die Polizeidienststelle gebracht. Sein 16-jähriger Beifahrer konnte zwischenzeitlich ebenfalls ermittelt werden und kam mit seinem Vater auf die Dienststelle. Hier zeigte sich der 15-Jährige belehrungsresistent und sehr aggressiv gegenüber den Beamten. Als er versuchte, auf die Beamten loszugehen, wurde er gefesselt, dabei leistete er massiv Widerstand. Selbst die zwischenzeitlich hinzugekommene Mutter konnte ihren Sohn nicht beruhigen.

Nachdem alle polizeilichen Maßnahmen beendet waren, wurden die beiden Jugendlichen nochmals eindringlich belehrt und anschließend der Obhut ihrer Eltern übergeben.

Die PI Augsburg Ost bittet nun die Zeugen, die während der Verfolgungsfahrt gefährdet wurden oder weitere Angaben machen können, sich unter der Telefon 0821/323-2310 zu melden.
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