Älter Werden: „Zu Hause daheim“ - was tun?

Staatssekretär Johannes Hintersberger (2.v.r.) eröffnete den Informationstag in Lechhausen. Mit ihm v.l. Hans - Peter - Roßkopf (Vorstand Caritas - Sozialstation), Ulla Holstein (Geschäftsführerin Sozialstation), Heinz Fleißner (RufdenProfi). Foto Blöchl

Älter werden erfordert neue Wege


Die Menschen leben länger, sie bleiben auch länger gesund und mobil. Trotzdem bringt die Zeit immer mehr kleinere oder auch größere Beschwerden und Zipperlein mit sich. Früher war das weniger problematisch, oft lebten mehrere Generationen unter einem Dach, die sich gegenseitig unterstützten. Diese Zeiten sind lange vorbei, viele ältere Menschen leben allein oder mit dem Ehepartner zusammen. Das muss kein Problem sein, kann es aber werden. Natürlich gibt es mittlerweile ein breites Hilfsangebot stationärer und ambulanter Art. Sozialstationen, mobile Hilfsdienste, Seniorenbegegnungsstätten, Tagespflege, Seniorenheime – das Angebot ist vielfältig und trotzdem: Jeder möchte solange wie möglich in den eigenen vier Wänden, im gewohnten Umfeld, bei den Bekannten und Freunden wohnen bleiben.

Im Viertel alt werden

Im Rahmen einer bayernweiten Aktionswoche „Zu Hause daheim“ eröffnete Staatssekretär Johannes Hintersberger im Mehrgenerationentreff Lechhausen einen Infotag zu diesem Thema. Das Thema „Wohnen im Alter“, auch wenn Unterstützung nötig ist, wird aufgrund des demografischen Wandels und den sich verändernden Familienstrukturen immer wichtiger. Besonders bedeutsam ist für ihn die „Vernetzung aller Akteure in diesem Bereich“. Deshalb hatten sich in Lechhausen auch die Caritas Sozialstation und die Lechhauser Handwerkerkooperation „Rufdenprofi“ zusammengetan, um bei diesem Tag über Möglichkeiten der Veränderungen im häuslichen Umfeld zu informieren.

Ziel ist dabei nach Hintersberger immer, „einen möglichst langen Verbleib in der eigenen Wohnung ermöglichen zu können“. Das Schlagwort „Wohnraumanpassung“ hat für Elektromeister Heinz Fleißner, einer der Akteure der Handwerkergruppe, dabei viel damit zu tun, in Kooperation mit allen Beteiligten die besten Lösungen zu erarbeiten. Dazu gehören neben den Betroffenen und ihren Angehörigen auch Ärzte und Pflegedienste, die Krankenkasse und die Pflegeversicherung. Wichtig ist aber auch ein positives Umfeld, das älter werden als „normalen Teil des Lebens akzeptiert und auf die Mitmenschen achtet!“ betont die Geschäftsführerin der Caritas – Sozialstation Ulla Holstein.

Zu Hause wohnen dank "intelligenter Lösungen"

Für die Anpassung von Wohnungen an die geänderten Möglichkeiten gibt es oft „intelligente Lösungen“, die auch mit öffentlichen Mitteln unterstützt werden. Diese Informationen holten sich viele ältere Menschen aber auch Familienangehörige beim Infotag im Mehrgenerationentreff. Denn eines ist, neben allen sozialen Aspekten auch relativ eindeutig zu beantworten: „Auch wirtschaftlich ist das Wohnen zuhause viel billiger als eine Heimunterbringung!“ betonen die Fachleute.
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