Bewegende Feier zum Volkstrauertag.

Markus Bader, Katharina Beltinger und Werner Mordstein. (Foto: Lonnemann)

Lechhausen gedenkt der Opfer von Krieg und Gewalt.


Im Volksmund heißt es ja Kriegerdenkmal, die Gedenkstele, die an der Widderstraße steht. Die ursprüngliche Intention stellt sich heute aufgrund der weltweiten Entwicklungen anders dar als in der Entstehungszeit. Man gedenkt nicht mehr nur der Opfer der von Deutschland zu verantwortenden Kriege.
Die Hauptrednerin am diesjährigen Volkstrauertag, die Lechhauser SPD – Vorsitzende Angelika Lonnemann, nahm in ihrer sehr persönlichen Rede Bezug auf die Inschrift die davon spricht: “ Vergessen wir nie, welch ein Meer von Blut und Tränen diese Zeit gebracht hat“. Ihre Großeltern kannte sie nicht, weil sie im Krieg bzw. dessen Folgen gestorben waren. Deshalb bezog sie auch alle zivilen Opfer von Krieg, Terror und Gewalt in das Gedenken an diesem Tag ein. Sie erinnerte auch an die deutschen Soldaten, die in den letzten Jahren bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr gestorben sind oder innere und äußere Schäden davon getragen haben. Nachdenklich berichtete sie von einer Diskussion mit ihrer Tochter über die Frage von Waffen und Rüstung. Einerseits lehne sie Waffen ab, andererseits wäre ohne Waffen „die Nazidiktatur nicht beendet worden!“ Sie rief dazu auf, die lange Friedensperiode in Europa „70 Jahre leben wir in Frieden!“ genauso zu verteidigen wie unsere Demokratie. Sei erinnerte auch an die Flüchtlinge aus aktuellen Kriegen wie in Syrien, die für sie genauso Opfer sind, wie die Gefallenen und Getöteten der Weltkriege. In Anlehnung an Theodor Heuss definierte sie „Menschlichkeit als ein Sich – Verhalten, ein ganz einfaches Sich -
Bewähren gegenüber dem anderen, gleich welcher Religion, Nation oder Rasse er angehört“.

In einem ökumenischer Gottesdienst hatten Katharina Beltinger von der evangelischen St. Markus – Kirche und Pfarrer Markus Bader von St. Pankratius den Tag eröffnet.
Fahnenabordnungen der Lechhauser Vereine und viele Bürgerinnen und Bürger folgten dann dem Umzug mit dem Lechhauser Blasorchester zur Gedenkfeier am Denkmal. ARGE – Vorsitzender Werner Mordstein und die beiden Geistlichen wiesen auf die aktuellen Bezüge des Tages hin. Mit der Nationalhymne endete die Feier. Es zeigte sich wieder, dass diese wichtige Tradition in Lechhausen lebt und weiterhin wachgehalten wird.
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