Der „ Grüne Kranz“ vor dem Neubau.

Die Tage der alten Gaststätte sind gezählt. Foto Blöchl
 
Ein neues modernes und ansprechendes Stadtteilzentrum soll entstehen. Foto Blöchl

Kirchenverwaltung stellt den Planungsstand vor.


Die Absicht, die Traditionsgaststätte „Grüner Kranz“am Schlössle abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen hatte für einigen Wirbel nicht nur in Lechhausen gesorgt. Nach den ersten Aufregungen sind die Planungen und Diskussionen dann in ein ruhigeres Fahrwasser gekommen. Unter Beteiligung vieler Akteure aus der Stadt und dem Stadtteil ging es an die konkreten Planungen. In der ersten Hälfte des vergangenen Jahres 2015 wurde zusammen mit der Stadt Augsburg ein Plangutachten erstellt, dem sich ein Architektenwettbewerb mit 5 Teilnehmern anschloss. Schließlich wurde dem Architektenteam Gilg, Peer, Wolff von einem Auswahlteam, bestehend aus Vertretern der Pfarrei St. Pankratius als Bauherr, der Diözese Augsburg, der Stadt Augsburg und Vertretern Lechhauser Organisationen, der Zuschlag gegeben.

Attraktives Stadtteilzentrum als Ziel.


Die Aufwertung des zentralen Platzes am Schlössle als Stadtteilzentrum spielte dabei immer eine Rolle. Es galt, die sozialen Intentionen und Projekte der kirchlichen Seite als Bauträger und das öffentliche Interesse an einem sozialen und kommunikativen Zentrum in Einklang zu bringen. Der Traditionsgaststätte kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Die Stadt Augsburg hat sich bereit erklärt, durch die Gestaltung des Vorplatzes als „Lechhauser Marktplatz“ ihren Beitrag dazu zu leisten. Nach langen Diskussionen und Abstimmungen informierten nun Klemens Bentlage und Dr. Hubert Bitzl von der Kirchenverwaltung über den Sachstand.

Kein Saal in der neuen Gaststätte.

Lange diskutiert wurde darüber, ob und wie für den Saal der bisherigen Gaststätte Ersatz geschaffen werden sollte. Nun steht fest: Einen neuen Saal wird es nicht geben. Trotz zahlreicher Gespräche mit der Stadt Augsburg, Stadträten, Vertretern der Lechhauser Vereine, Brauereien und Wirten konnte für den Bau eines Saales keine wirtschaftlich verantwortbare Basis gefunden werden. Es wurde auch darauf verwiesen, dass der Bedarf anscheinend nicht gegeben ist, wie sich aus verschiedenen Untersuchungen ergeben hat. Beim Informationsgespräch betonten die beiden Vertreter der Kirchenstiftung St. Pankratius, dass bei der derzeitigen Suche nach einem Pächter der geplanten Gaststätte großer Wert darauf gelegt wird, dass weiterhin gesellschaftliche, familiäre und kulturelle Veranstaltungen im Grünen Kranz stattfinden werden.

Baubeginn Anfang 2017 – Einzug wahrscheinlich 2019.


Die noch bestehenden Mietverhältnisse sind nach Angaben einvernehmlich aufgelöst worden. Nach derzeitigem Stand der Planungen wird der Baubeginn Anfang 2017 mit dem Abriss des bestehenden Gebäudes sein.

Für den Neubau ist eine unterschiedliche Nutzung geplant:
Im Erdgeschoss: wird eine Speisegaststätte mit Nebenräumen für Veranstaltungen mit ausgedehnter Freiluftbewirtung und Öffnung zum Marktplatz hin eigerichtet. Zusätzlich soll es einen sozialen „Infopoint“ geben, an dem die Öffentlichkeit sich über soziale, bürokratische und kirchliche Fragen und Informationen sich ins Bild setzen kann. In Zusammenarbeit mit der Sozialstation sollen Servicedienste für das barrierefreie Wohnen organisiert werden (Hausmeisterdienste, Einkaufen, Telefondienst etc.).
Das 1. Obergeschoß ist für die Sozialstation, die aus der Kantstraße umziehen wird, mit Reha-Flächen und Büroeinheiten reserviert. Dazu kommen in den weiteren Geschossen barrierefreie Wohnungen. Vom anfänglich vorgesehene Umzug des Mehrgenerationentreffs - Träger ist die Sozialstation - aus der Blücherstraße wurde abgesehen, weil sich möglicherweise Konkurrenz zur Gaststätte ergebn würde. Nach den bisherigen zeitlichen Vorgaben soll im März 2019 dr Bezug des neuen Gebäudes erfolgen.
Die aktuellen Aufgaben der Kirchenverwaltung konzentrieren sich im Moment auf den Abschluss der notwendigen notariellen Verträge, die detaillierte Bauplanung und die Suche nach einem geeigneten Betreiber der Gastronomie. Alle Aufgaben befinden sich in einem erfolgversprechenden Stadium.
Über die Bausumme wird noch geschwiegen, die Frage ob es im einstelligen Millionenbereich bleiben wird, wird aber mit ja beantwortet. Betont wird in diesem Zusammenhang aber auch, dass in den Bau keinerlei Spenden oder Mittel aus Kirchensteuern fließen, sondern eine Finanzierung auf dem Kapitalmarkt erfolgen wird.
Bentlage und Bitzl sind überzeugt, dass die Kirche „mit diesem Konzept, einerseits der Tradition des „Grünen Kranzes“ für Lechhausen gerecht wird und zum anderen zu einer zeigemäßen und zukunftsfähigen Lösung für die bestehenden Aufgaben unserer Gesellschaft beiträgt!“ .
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