Die Praline aus dem Drucker.

v.r. Xenia, Lehrerin Michaela Lobina, Amirta und Lehrerin Katharina Hugel präsentieren die "Kulinarische Dimension". Foto Blöchl
 
sehen sie nicht lecker aus? Die Pralinen aus dem drucker. Foto Blöchl


Naschen kann ganz einfach sein.


Sie haben Lust auf was Süßes? Gerade keine Schokolade zuhause? Na ja es findet sich vielleicht gerade noch ein Müsliriegel. Kein wirklicher Ersatz. Zukünftig wird das alles ganz einfach und vielleicht auch zu verführerisch. Mit der Praline aus dem Drucker neben dem Laptop.

Schiller – 3 D weitet Geschäftsmodell aus

.

Schon seit mehr als zwei Jahren gibt es an der Lechhauser Schiller-Mittelschule die Schülerfirma Schiller 3D, die mit der neuen 3D-Druckertechnologie arbeitet und als richtige Firma auch Geschäfte macht. Schlüsselanhänger, – zum Event gab es für die Besucher Schiller als Schlüsselanhänger – Boxen für Stifte. Werkzeugteile, Armbänder und viele andere Waren werden angeboten das Angebot ist groß und vielfältig. In einer kleinen Ausstellung werden die Produkte gezeigt, die im Laufe der Zeit entstanden sind. Der erste Kunde, eine Fahrschule aus Lechhausen, kauft heute noch bei der Firma. Der Grundstoff für die Produkte wird aus Mais gewonnen. Viele ansässige Firmen bestellen Streuartikel zur Weitergabe für ihre Kunden.
Nun ist ein weiteres Geschäftsfeld dazugekommen. Die Lehrerinnen Katharina Higel und Michaela Lobina und einige Schülerinnen und Schüler haben Gefallen an der Technik gefunden und experimentieren jetzt mit der Praline aus dem Drucker. „Food Printing“ heißt das Ganze in Neudeutsch. „Kulinarische Dimension3“ heißt die neue Firma, die Pralinen druckt! Sie glauben es nicht? Viele Gäste unter ihnen Bürgermeister. Dr. Stefan Kiefer, Schulrätin Rosa Wagner und viele andere Gäste überzeugten sich selbst. Bei der Vorführung der neuen Technik konnte man sehen wie ein spezieller Drucker eine vorher am Computer entworfene Praline druckt. Material sind Marzipan und Schokolade, ein kleiner Angriff auf die schlanke Linie ist das mit enthalten. Und es funktioniert und schmeckt vor allem, wie man sich beim probieren selbst überzeugen konnte. Ob irgendwann der Schweinebraten auf Knopfdruck aus dem Drucker kommt? Die Frage wollte und konnte keiner bearbeiten, die Möglichkeiten der revolutionären Technik sind aber vielfältig, ihre Wirkungen bisher gar nicht abschließend einzuschätzen.

Schiller-Mittelschule Vorreiter und Vorbild.


Es ist beeindruckend, wie wichtig die Funktion einer Pilot-Mittelschule für 3D-Druck von der Schule genommen wird. Zusätzlich bedeutend ist es, dass diese revolutionäre Technik nicht an einem Gymnasium installiert ist, sondern an einer Mittelschule. Der Ruf dieser Schulart ist ja nicht gerade sehr positiv, das Projekt Schiller 3D – zeigt, welche Potentiale auch in diesen Schulen stecken. Die Vorbereitung auf die berufliche Laufbahn ist ein wesentlicher Schwerpunkt der Schule. Im Oktober 2014. gründete sich die Schülerfirma Schiller 3D-Druck. Sponsoren und Stiftungen hatten es möglich gemacht, dass ein eigener 3D-Drucker angeschafft werden konnte. Die Motivation der Schülerinnen und Schüler ist nach wie vor ungebrochen, die neuen Technologien entfalten weiter ihre Faszination. Raffael Wehr, Ein ehemaliger Schüler und Gründungsmitglied der Firma, der bei der Präsentation anwesend war, berichtet, dass er seine Ausbildungsstelle in einem Ingenieurbüro nicht zuletzt wegen seiner Kenntnisse aus der Schulreform bekommen hat.

Betreuungslehrer Wolfgang Eckerl ist sehr stolz darauf, dass das von ihm geleitete Projekt mittlerweile bundesweit anerkannt und gelobt wird, Als Fachberater bildet er Kolleginnen und Kollegen fort, die Firma hat sich bereits auf verschiedenen Messen und Kongressen präsentiert, demnächst stehen Auftritte auf der großen Bildungsmesse Didacta und sogar in Paris bevor. Die Einladung zur Fachmesse 3D-Druck – FabCon 2016 nach Erfurt war sicher der Höhepunkt in der jungen Geschichte der Firma. Eine enge Kooperation gibt es mit Mittelschule in Türkheim. Die Firmen der Schule, neben den beiden genannten gibt es noch 3 weitere Unternehmen, die die Schüler organisieren, funktionieren fast wie normale Firmen. Es gibt Buchhaltung, Bestellwesen etc. Und natürlich muss auch Geld verdient werden. Deshalb stehen die Firmen gerne bereit, Aufträge zu erledigen. Wer Interesse daran hat, z.B. bei einem Firmenevent die Gäste mit selbst gedruckten Pralinen zu begeistern und zu überraschen – bei der Schiller 3D kann er das bestellen. Kontakt unter schiller 3d@web.de oder bei der Schule Schackstraße 56.
1
Einem Autor gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.