Fasching in Lechhausen: Vor dem Spaß steht harte Arbeit

Narrenspuk - Hauruck! Bei der Planungssitzung stimmte man sich schon mal ein auf den Fasching 2017. Foto Blöchl
 
Grazil und elegant. das Männerballett gibt es auch 2017 wieder. Foto Blöchl
Augsburg: Pfarrei St. Eilsabeth |

Kolping bereitet Faschingssitzungen vor.

Auf der Bühne funktioniert alles scheinbar reibungs- und mühelos. Ironi eudn Humor, Tanz und Gesang – alles dazu da Zuschauer zu erfreuen. Seit mehr als 50 Jahren begeistert die Faschingstruppe der Kolpingfamilie Lechhausen immer wieder die Besucher der mittlerweile weit über die Stadtteilgrenzen hinaus bekannten und berühmten Faschingssitzungen. Zum 56. Mal gibt es sie in diesem Jahr. Ironie und Humor, der manchmal schräge Blick auf den Alltag und Politik, Tanz und Akrobatik – die Mischung des meist vierstündigen Programms gefällt nahezu allen. Und wem es nicht gefällt. „der braucht nicht kommen!“ meint Markus Bernhard, der zum 7. Male als Sitzungspräsident amtieren wird.


Fasching in Lechhausen ist ein wenig anders!

Zur ersten großen Planungssitzung für das neue Programm traf man sich eben nicht wie anderswo am 11.11., sondern am 12.11. um 11.13. Vor den verdienten Weißwürsten kam natürlich die harte Arbeit. Und es ist tatsächlich viel Arbeit und „Gehirnschmalz“ dabei, das neue Programm unter Dach und Fach zu bringen. Dazu gehören auch einfach formale Dinge: Der Sitzungspräsident wird bestimmt, die Spielleitung muss gewählt werden. Sie hat das letzte Wort bei der Endfassung des Programms. Auch der neue Orden muss ausgewählt werden. ein hartes Stück Arbeit bei den vorliegenden 4 Entwürfen.
Die Überlegungen der einzelnen Gruppen und Akteure für das Programm haben schon längst begonnen. Manche Programme sind fast fertig, andere entstehen erst im Laufe der Wochen. Über 100 Personen sind notwendig, um die 8 Sitzungen reibungslos über die Bühne zu bringen. Wie beim „richtigen“ Theater auch sind diejenigen die auf der Bühne stehen, nur der kleinere Teil des Ensembles, Kasse und Garderobe, Bühnenbild und Technik, Gastronomie und Souffleuse – eine kleine Maschinerie muss ineinandergreifen, damit die Zuschauer so unterhalten werden können wie sie es erwarten. „Und wenn etwas mal nicht passt merken die Besucher es meist nicht, , weil sie ja nicht wissen was wir sagen wollten!“ schmunzelt ein Insider. Und alle Akteure machen es unentgeltlich und ehrenamtlich, aus Spaß an der Freud‘ gewissermaßen. Das einzige was man sich gönnt ist mal eine Brotzeit, ein gemeinsames Essen und natürlich die Getränke für die kleinen Feiern nach den Auftritten. Der Reinerlös geht an die Kolpingfamilie für deren gemeinnützigen Zwecke.

Altbewährtes und Neues – die Mischung macht’s!

Natürlich war es die Voraussetzung für das Dabeisein bei der Planung, dass nicht allzuviel vom Programm verraten wird. Aber man erzählt ja keine Geheimnisse, wenn sich auch der Autor schon auf die „Lechhauser Muhackl“ freut, die wie niemand sonst die Lechhauser Eigenheiten verkörpern. Eleganz, Dynamik und Weltoffenheit gehören zu ihren herausragenden Merkmalen – oder? Auch Kaiser Augustus und der Flößer werden wieder mit von der Partie sein, der Stadtstreicher betrachtet die Stadt aus einem anderen Blickwinkel. Ballett und Tänze gehören wieder zum Programm, auch jugendliche Akteure bringen ihre eher kindliche Sicht der Dinge auf die Theaterbretter. Am 30. und 31. Januar findet die Bühnenprobe statt, vorher wird in einer Klausur der endgültige Ablauf besprochen und festgelegt. Viel Zeit und Arbeit, manche durchaus auch mal heftigere Diskussion inklusive. Für Dr. Hubert Bitzl, ein Urgestein im Ensemble, ist es immer noch spannend „was zum Schluss als Ergebnis feststeht!“. Spannend und unterhaltsam war es immer!


Vorstellungen im Februar.

Nun liegt es an möglichst vielen Zuschauern, den Mühen der Schauspielerinnen und Schauspieler und ihrer Helferinnen und Helfern die gebührende Anerkennung durch ihren Besuch zu geben. Insgesamt 8 - mal gibt es dazu Gelegenheit. Die Vorstellungen finden am 10. – 11., 17. – 18. und 23. und 24, Februar jeweils um 19 Uhr im Pfarrsaal St. Elisabeth in der Kolbergstraße in Lechhausen statt. Am Sonntag 12 Februar beginnt die Vorstellung bereits um 18 Uhr, eine besondere Aufführung für Senioren gibt es am Sonntag 19. Februar um 15 Uhr Die Karten zum Preis von Euro 8.- (Kinder unter 14 Euro 4.-) gibt es unter Tel. 0821-433784 (ab 18 Uhr) und Mail: kartenservice.kolping@googlemail.com.
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