Goldene Herbstsonne beim Kirchweihauftakt.

Die Trachtenkapelle führt den Umzug zur Eröffnung der Kirchweih an. Foto Blöchl
 
Ihnen hat es beim Marktsonntag gefallen. Foto Blöchl

Großer Zuspruch für Lechhauser Marktsonntag.


Mittlerweile hat OB Dr. Kurt Gribl schon Routine, mit zwei Schlägen zapfte er das erst Fass bei der traditionellen Kirchweiheröffnung an. Bei angenehmer Herbstsonne war vorher der bunte Festzug der Vereine und Organisationen mit Musik von Trachtenkapelle und Blasorchester durch den Stadtteil gezogen. Organisator Werner Mordstein von der ARGE Lechhausen konnte zur Eröffnung natürlich viel Prominenz aus Stadt und Stadtteil begrüßen. Auf der politischen Seite der Ehrengäste war eine gewisse Dominanz der „schwarzen“ Seite nicht zu übersehen. Die Schwarzpulverschützen der TSG eröffneten das Fest auf ihre lautstarke Weise, Tänze des Trachtenvereins gehören genauso zum festen Programm wie die Worte der Vertreter der Kirchen. „Es ist halt alles wie immer!“ meinte ein Teilnehmer, dabei durchaus auch mit einem etwas ironischen Unterton. Neu ist dieses Jahr ein zweites Fahrtgeschäft, durch die Buden auf der Klausstraße wirkt das Fest offener und ansprechender. Vielleicht ist die Mischung zwischen „Das war schon immer so!“ und mancher doch auch notwendigen Neuerung die Chance, das Fest im Stadtteil zu erhalten.

Einkaufsboulevard Neuburger Straße.


Vor der Eröffnung des Marktsonntags hatte am Sonntagvormittag der CSU – Fraktionsvorsitzende im bayerischen Landtag, Thomas Kreuzer, beim politischen Frühschoppender CSU im Festzelt die Politik der bayerischen Regierungspartei erläutert, dabei viel Beifall der meist der Partei nahestehenden Besucher erhalten.

Herrliches Herbstwetter, angenehme Temperaturen, ein ansprechendes Programm – das erste Kirchweihwochenende lockte unzählige - die Veranstalter sprachen von über 30 000 Besuchern beim Marktsonntag – ins Statteilzentrum zwischen Ulrichsbrücke, Schlössle und Widderstraße. Zeitweise war es für Straßenbahnen und Busse schwer, durch die Menge zu kommen. Auf der Bühne vor dem Grünen Kranz eröffneten Peter Fischer und OB Dr. Kurt Gribl den Marktsonntag. Bereits beim Festzug durch die Neuburger Straße war diese dicht bevölkert. Die meisten Geschäfte hatten geöffnet, es duftete nach Bratwurst, Pizza und Krapfen.. Musik und Tanz, Informationsstände und Modenschauen, Ponyreiten und Blutdruckmessen - den Möglichkeiten sich zu vergnügen waren kaum Grenzen gesetzt. Die historische Straßenbahn pendelte durch den Stadtteil, in einem historischen Bus las Angelika Lonnemann aus ihren Postkartenkrimis, Georg Feuerer ließ mit lustigen Geschickten die Lechhauser Geschichte wieder auferstehen. Ein Preisrätsel um die Siegerbilder des Lechhauser Kunstpreises führte durch die Geschäfte. Die Neuburger Straße, sonst doch (noch?)ziemlich weit von einem Einkaufsboulevard entfernt, offenbarte auf einmal einen Charme, der im Alltag ab Montag wieder sehr vermisst werden wird. Dabei kamen die Besucher nicht nur aus dem Stadtteil, viele fremde Sprachen und auch deutsche Dialekte ließen raten, woher die Menschen überall kommen. Unter dezenter aber sichtbarer Präsenz der Polizei aus dem Lechhauser Revier begegneten sich die Menschen, friedlich und harmonisch ging. Der Marktsonntag als Beispiel für ein friedliches Miteinander im größten Stadtteil Augsburgs.
Bildergalerien von der Kirchweiheröffnung und Marktsonntag gibt es auf unserer Homepage.
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