Hüte sind kein alter Hut.

SIXTYfit Gruppenleiterin Ina Baader im Hintergrund Thea Märkl. (Foto: Barbara Zech)

„SIXTYfit“ Gruppe Lechhausen besucht die Hutwerkstatt Limmer

Seit einiger Zeit gibt es im Mehrgenerationentreff Lechhausen’ eine aktive SIXTYfit - Gruppe, die sich wöchentlich zu Sport und Unterhaltung trifft. Auch Freizeitunternehmungen stehen ab und zu auf dem Programm. Auf Einladung einer Kurseilnehmerin, folgten dreizehn sehr an Hüten interessierte Damen und ließen sich in der Welt der Hüte in der Hutwerkstatt Limmer . verzaubern.
Modistenmeisterin Doris Limmer begrüßte die interessierten Damen ganz herzlich in ihrem Atelier, in dem sie seit vielen Jahren ihre kleinen Kunstwerke nach den Wünschen ihrer Kunden und nach eigenen Ideen herstellt.
Mit äußerst handwerklichem und kreativem Geschick entstehen Modelle für den festlichen Rahmen und für den alltäglichen Gebrauch.

Zuerst gab es eine kleine Produktkunde, man erfuhr von den unterschiedlichen Materialien aus Stroh oder Agavenfasern, von Flechttechniken die von Hand zusammengenäht werden oder den maschinell vorbereiteten Grundlagen für das Modellieren der Hüte. Wollfilz oder Haarfilz, den Unterschied konnte man fühlen. Großes Erstaunen gab es als die Meisterin darüber informierte, wie aufwändig die Bearbeitung. eines Hutes vom Entwurf bis zum Endprodukt ist.
Natürlich wusste jede der Damen Erinnerungen und Geschichten rund um die eigenen Hüte zu erzählen. Es durfte auch selbst Hand angelegt werden,
es wurde gedämpft und gebügelt, dabei lernten die Besucherinnen
diese alte und trotzdem immer noch aktuelle Handwerkskunst kennen und schätzen. Wie anforderungsreich dieser Beruf ist zeigt auch, dass dazu eine dreijährigen Ausbildung zu absolvieren ist. 

Gut "behütet" ist auch heute noch in. 

Wer glaubt, dass niemand mehr einen Hut der täuscht sich. Hüte haben auch heute noch ihren Stellenwert, bei Trachtenvereinen, Jagdgesellschaften, Uniformen und bei hohen offiziellen Anlässen. Ein schöner Hut, kleidet und verschönt, er ist auch allemal seinen Preis wert. Das zum Abschluss ausgiebig ausprobiert werden und gefachsimpelt wurde gehörte natürlich dazu. Je nach Modell und Arrangement steht jeder Frau/Mann ein Hut, nur Mut.
Erstaunlich auch, was das Umweltbewusstsein angeht. Was aus Krawatten, geerbte Pelzmäntel, zu heiß gewaschenem Kaschmirpulli noch entstehen kann, da staunten alle. Da gab es ein Stirnband oder eine schicke Mütze, aus teuren gemusterten Strumpfhosen eine Pracht an Dekoration für kleine Kopfbedeckungen, ja sogar aus alten Schallplatten, die Kreativität scheint unerschöpflich. Froh gelaunt, mit vielen neuen Ideen für die eigene Kopfbedeckung im nahen Winter und für den nächsten Sommer ging die Führung zu Ende. Ein Besuch in der Hutwerkstatt lohnt sich allemal, einfach mal vorbei kommen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.