Magier (nicht nur) der Kinderherzen!

Stolz präsentiert Hardy seine Autobiografie. Foto Blöchl
 
Seinem Kaninchen geht es gut - auch wenn es steuerlich wie ein Elefant behandelt wird. Foto Blöchl

Augsburger Zauberer Hardy feiert 50 – jähriges Bühnenjubiläum.

„Ich habe Euch immer gesagt, dass wir die Menschen fröhlich machen müssen!“ Diesen alten Leitspruch von Elisabeth von Thüringen aus dem 13. Jahrhundert hat sich Hardy zu eigen gemacht. Dieses Lebensmotto findet sich In seiner Autobiografie, die unter dem Titel „Das verzauberte Leben von Hardy“ zum Jubiläum erschienen ist Und noch heute verzaubert er nach diesem Motto Eltern und Kinder in ganz Deutschland. Demnächst geht es wieder auf Tournee, danach steht eine große Veränderung an, über die er aber noch nicht so recht sprechen will.

Rekorde, Preise, Ehrungen – und Wirrungen.

In das Guinness – Buch der Rekorde zauberte er sich mit einem Weltrekord im Dauerzaubern, 1982 zauberte er in Augsburg 66 Stunden ununterbrochen. Ehrungen für sein Lebenswerk erhielt er unter anderem vom „Magischen Zirkel Deutschland“, den „Deutschen Ehrenpreis für künstlerische Lebensleistung“ zeigt er stolz. das Zaubermuseum in Wien widmete ihm eine Sonderausstellung. Viele Zauberbücher und Zauberkästen haben Generationen von Kindern begeistert. In großen Zeitschriften wie dem Stern wurde über ihn berichtet, er trat in Fernsehshows auf und besuchte das berühmte Zaubererduo „Siegfried und Roy“ in Las Vegas. In den 60er Jahren gastierte er auf dem Oktoberfest im berühmten „Zelt beim Schichtl“. Bevor er sich ganz auf die Zauberei für und mit Kinder verlegte, schickte er auch Erwachsene ins Traumland der Illusionen. Das zeigen zahlreiche Fotos mit Prominenten in seiner Wohnung, darunter sind unter anderem Franz- Josef Strauß, Sarah Wagenknecht oder Günther Jauch.

Seine wirtschaftlichen Unternehmungen waren weniger von Magie, denn von durchaus realen Problemen begleitet. Ein Ausflug nach Thailand endete in einem Desaster, sein Traum von einem festen Zaubertheater führte in ein finanzielles Fiasko. Vielleicht kam auch daher dann die Motivation, sich lieber mit Kindern denn mit Erwachsenen zu beschäftigen. „Es „war nicht immer einfach“, meint er, „heute wünsche ich mir manchmal, ich wäre vielleicht doch besser Beamter geworden“. Aber insgesamt blickt er auf ein erfülltes Leben zurück, von dem viele andere nur träumen.


Aus Aichach in die Welt und zurück.

1949 in Aichach geboren, erbte er mit seinem Zwillingsbruder künstlerisches Talent. Und litt wie dieser an seinem angeborenen Stottern. In der Schule erlebte er dafür manche Hänselei („ich zitterte wenn ich aufgerufen wurde“), beim Zaubern vor vielen Menschen ist das Stottern weg. Eine besondere Form der Therapie. So schlug er den Weg der Magie ein, besuchte eine Zauberschule in Amsterdam, nahm Schauspielunterricht und ist so jetzt fast 50 Jahre auf Bühnen im In – und Ausland unterwegs. "Ich werde solange weitermachen wie ich das Gefühl habe, nicht aus Mitleid engagiert zu werden!“ blickt er auf ein bewegtes Zaubererleben zurück und auch noch ein Stück weit nach vorn. Im Lauf der Jahre hat er sich auf die Show vor Kindern im Alter von 4 – 10 Jahren in Kindergärten und Schulen spezialisiert. „Zauberei ist etwas was Kinder immer noch fasziniert, trotz PC und Smartphone“ berichtet er von seinen Erfahrungen.

Hardy macht Augsburg bekannt.

Augsburg hat ja den Ruf, mit manchmal seltsamen Vorgängen bundesweit in die Schlagzeilen zu kommen. 2010 machte sich die Stadtverwaltung Sorgen um sein Kaninchen, das er vor den Kindern aus dem Hut zauberte. Nach dem Bescheid der Stadt sollte er dafür sorgen, dass das putzige Tier nicht durch unnötigen Lärm, z.B, Applaus und andere starke Geräusche belastet würde. „Mit Kindern ganz schön schwierig“ schmunzelt er noch heute. Durch diesen Schildbürgerstreich der Stadtverwaltung war Augsburg in aller Munde, Hardy war in Radioshows, Fernsehauftritte folgten,. Fakt ist nun dass es dem Kaninchen in einem Stall mit Käfig im Garten in Lechhausen sehr gut geht und er nun jedes Jahr fast 200 Euro für die ‚Tierhaltung‘ an die Stadt zahlen muss, so wie z.B. auch ein großer Zirkus. Man kann ihm nur wünschen, dass er noch lange Jahren Kindern Freude machen und sein Kaninchen aus dem Hut zaubern kann. Und wenn demnächst die große Veränderung ansteht wird er sicher eine „zauberhafte“ Lösung finden.
Die Autobiografie ist im Verlag Eppe GmbH erschienen und enthält nicht nur amüsante und bewegende Geschichten aus einem Zaubererleben, sondern auch eine große Zahl von Zaubertricks zum Lernen. Als Überraschung für die nächste Geburtstagsparty.
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