Ohne Freiwillige dreht sich oft nichts!

v.l. Gabriele Opas, Wolfgang Taubert, Birgit Ritter, Jutta Koch-Schramm und Wolfgang Krell blicken auf ein anstrengendes aber sehr erfolgreiches Jahr zurück. Foto Blöchl

Freiwilligenzentrum zieht Bilanz.

Imponierende Zahlen legten Wolfgang Krell, Geschäftsführer des Freiwilligenzentrums und Jutta Koch – Schramm, Vorsitzende des Fördervereins der von der Stadt geförderten und unterstützten gemeinnützige Gesellschaft bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2015 vor. Insgesamt 1353 Bürgerinnen und Bürger, darunter 429 Jugendliche wurden im letzten Jahr in ein freiwilliges ehrenamtliches Engagement vermittelt. 16 Projekte liefen oder laufen noch, Kontakte unterschiedlicher Art werden mit über 600 Organisationen gepflegt. Die 9 hauptberuflichen aber Teilzeitmitarbeiter (knapp 5 Vollzeitstellen) haben mit der Rekrutierung, Betreuung und Vermittlung von 551 Freiwilligen in den Projekten des Bündnisses für Augsburg alle Hände voll zu tun. mit 544 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Fortbildungen wurde in neuer Höchststand erreicht, an insgesamt 186 Veranstaltungen nahmen fast 12 000 Besucher teil. Eine imponierende Bilanz.

Integration und Flucht das beherrschende Thema.

Viele Projekte wie z.B. Lesepaten, die ihr 10 – jähriges Bestehen feierten, oder das Jugendprojekt Change – in, bei dem Jugendliche vor allem in soziale Projekte vermittelt werden, gehören zum festen Bestandteil des Angebots für bürgerschaftliches Engagement. Sozialpaten und Jobmentoren kümmer sich um soziale Belange – alle Projekte aufzuzählen würde zu weit führen.
„Natürlich war die Arbeit für und mit „Geflüchteten“ die Herausforderung des vergangenen Jahres“ betonten die Akteure des Zentrums. Dabei war und ist die Breitschaft zu helfen und sich zu engagieren nach wie vor „überragend“, wird berichtet. In 12 Helferkreisen in den Stadtteilen, die unterstützt und koordiniert werden, wird „nicht nur erste Unterstützung geleistet, da findet Integration ihr en Anfang“ betonen Birgit Ritter und Gabriele Opas, die diese Bereich betreuen. In 11 Schulungen wurden über 150 „Flüchtlingslotsen“ ausgebildet, die sich dann in den Helferkreisen um die erwachsenen Flüchtlinge kümmern, so Ritter. Opas verantwortet die Betreuung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, um die sich neben dem hauptamtlichen Personal der Träger der Einrichtungen die sog. „Flüchtlingspaten“ kümmern. Ca. 160 Interessenten wurden ausgebildet, derzeit gibt es ca. 80 aktive Patenschaften. Auch verschiedene Projekte wie eine Fahrradwerkstatt, Sportprojekte wie z.B. Schwimmkurse oder ein Gitarrekurs werden und wurden angeboten. Neu ist ein Projekt das sich mit „Integration durch Sport“ beschäftigt. Hier soll und will Wolfgang Taubert in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Sportjugend die Sportvereine bei der aktiven Integration der Flüchtlinge unterstützen. Als erstes großes Projekt ist für de 10. September ein internationales Spiel- und Sportfest bei der TSG in Lechhausen geplant. Neu ist auch das Projekt der „Ankommenspaten“, in dem Menschen den Zuwanderern in 3 x 2 Stunden die Stadt aus ihrem Blickwinkel zeigen sollen und werden.

„Wir haben immer Bedarf an Menschen, die etwas für die Stadtgesellschaft tun wollen. Dabei spielen Alter, Religion oder Herkunft keine Rolle“ Betont Jutta Koch – Schramm. „Eine Gesellschaft lebt sehr stark auch davon was Menschen bereit sind für das Funktionieren und das friedliche und soziale Zusammenleben zu tun!“ fasst sie die Aufgaben und Ziele des FFZ zusammen. Man kann er Stadt nur wünschen, dass das Engagement so weiter geht und auch die notwendigen Mittel dafür bereitgestellt werden. Das Freiwlligenzentrum ist im Verwaltungsgebäude der Stadt am Rathausplatz untergebracht, dort kann man sich auch ohne Anmeldung informieren. Unter der Tel. Nr. 0821 - 4504220 oder unter www.frewilligen-zentrum-augsburg.de gibt es ebenfalls grundlegende Informationen.
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