Ohne Geld um die ganze Welt,

Ruth Knöpfle wirbt mit ihrem Engagement für eine bunte und tolerante Welt! Foto Blöchl
 
Chinesisch schreiben will gelernt sein. Foto Blöchl

 Ferienaktion auf dem Abenteuerspielplatz Hammerschmiede.

Wahrscheinlich werden viele der Kinder, die auf dem ASP in der Hammerschmiede am Ferienprogramm teilgenommen haben, viele der Länder und Kontingente nie betreten, die sie im Verlauf der "Reise um die Welt" besucht und kennengelernt haben. Alle 6 Kontinente und viele Dutzende Länder wurden untersucht, ihre Bräuche  und Sitten betrachtet. Aber auch die Verbindungen zu uns wurden in spielerischer Art erkundet und aufgearbeitet. Was hat billige Schokolade mit der Kakaoproduktion und den Lebensbedingungen in Afrika zu tun? Aber auch einfach das Leben in anderen Ländern kennenlernen, andere Spiele und Musik, andere Schriften und Geschichten -  für viele Kinder oft das erste Mal, dass sie solche Möglichkeiten der Information und vor allem des Erlebens im spielerischen Umgang erfahren konnten. Und auch die Eltern waren dabei - auch für mache von ihnen war der Besuch in der mittlerweile seit über 40 Jahren bestehenden Einrichtung eine Erlebnis und eine Wissensquelle. 

Tüten aus Milchpackungen - Kämme aus Holz - American Football.

Klima- und Umweltschutz ware genauso Themen wie die Frage der Entstehung Brasiliens als früherer Staat, in den Hunderttausende von Sklaven aus Afrika deportiert wurden. Bräuche aus Indien und die  Lebenssituaton in Uganda konnten erlebt und erfahren werden. Alles spielerisch und handwerklich. Da wurde gefeilt und gesägt,  gemalt und geschminkt, geschrieben und gespielt - für jedes Interesse, auch für jede Altersgruppe war ein entsprechendes Angebot dabei.
Und auch die Besucher sind wirklich multikulturell, - da sitzt die Familie aus Syrien neben den Zuwanderern aus Russland, die Kinder aus der Hammerschmiede spielen mit solchen aus einem Kinderheim. Sich verstehen, sich gegenseitig respektieren und informieren, Unterschiede erkennen  und andere Kulturen akzeptieren - das war der Inhalt des Programms. von den Kindern begeistert angenommen. 

Viel ehrenamtliches Engagement.

Auffällig die vielen jungen Menschen, die überall an den Tischen und Ständen mit den Kinder spielten und sprachen. Praktikanten von der Universität waren genauso dabei wie frühere Besucher des pädagogischen Spielplatzes, die heute selbst "etwas zurückgeben wollen, was ich da gelernt habe" schwärmt eine junge Helferin. Aber auch Eltern sind fleißig dabei und helfen mit, das engagierte Ferienprogramm zu gestalten.  In der Einrichtung, die Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts von der "Sozialistische Jugend Deutschlands - Die Falken" initiiert wurde und mit Unterstützung der Stadt bis heute existiert, haben Generationen von Kindern und Jugendlichen bis heute Erfahrungen machen können, die ihnen sonst kaum mehr zugänglich sind. Heute nutzen auch Schulklassen und Gruppen aus Kindertagesstätten das Areal zum pädagogischen Lernen. Ruth Knöpfle, seit langen Jahren Leiterin des ASP ist immer wieder erstaunt "was so aus einer Idee entsteht und dann harmonisch miteinander umgesetzt wird!" Sie freut sich schon jetzt auf das nächste Programm, was der Titel sein wird? Das wird nicht verraten. 
1
1
1
1
1
1
1
2
Diesen Autoren gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.