Ungewöhnliches in der Projektschmiede.

v.l. Kathrin Knöpfle mit ausdrucksstarken Tänzen, Sabine Simonis mit einer starken Stimme und die beiden Musiker Rainer Braune und Martin Hackl an einem außergewöhnlichen Abend. Foto Blöchl

Lilly Said No & Kathrin Knöpfle begeistern die Besucher.


Gut besucht war die Projektschmiede in Lechhausen beim neuen Programm der Band Lilly Said No. Fast alle rätselten vorher, was sich hinter der Gruppe und ihrem Programm verbirgt. „If I Should …? -. Was wäre, wenn …? sollte ich …? würde ich …?“ Schon die vielen Konjunktive ließen ahnen, dass man sich auf verschlungene, unbekannte Pfade begibt, If I Should – ein Programm über die Frage, warum es ist, wie es ist? wie es wäre, wenn es anders wäre?

Dabei verbinden Lilly Said No, auf faszinierende Weise Rock, Klassik, Chanson, und andere Stilarten. Das Repertoire der Band um die Sängerin Sabine Simonis ist nicht zu definieren und gerade deshalb faszinierend. Immer wieder taucht Neues auf, man wartet gespannt was da noch kommt. So entsteht eine Mixtur von Dunklem und blendend Hellem, immer neue überraschende auch abstrakte Klänge, harte Rhythmen und samtige Melodien bilden eine sinnenreiche Klangwelt.

Zusätzlich bereichert wird Lilly Said No durch die erstaunliche Tänzerin Kathrin Knöpfle mit ihrem zwischen modernem Ausdruckstanz & experimenteller Performance angesiedelten, sowohl minimalistischen als auch exzessiven Tanz.
Ansonsten: Sabine Simonis, Gesang; Martin Hackl: Violine; Rainer Braune: Gitarre und andere Instrumente sind zu hören. Texte von Emily Dickinson und Rainer Braune schwanken zwischen Melancholie und Wut, Trauer und Hoffnung, Freude und Sehnsucht! Das Publikum wusste auch zum Schluss eines nicht so richtig: Wo kann man dieses Erlebnis einordnen? Musikalisch war gar nicht, erlebnistheoretisch aber ein Highlight an einem schönen Sommerabend.
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