Volkstrauertag in Lechhausen – mehr als ein Ritual

Sie fanden bewegende Worte v.l. Pfarrerin Katharina Beltinger, Pfarrer Dr. Wilfried Hagemann, Staatssekretär Johannes Hintersberger, ARGE - Vorsitzender Werner Mordstein. Foto Blöchl

Bewegende Gedenkfeier am Kriegsdenkmal in Lechhausen.


Natürlich hätten mehr Menschen aus dem Stadtteil an der Feier zum Volkstrauertag teilnehmen können. Vielleicht können viele Sinn und Inhalt dieses Gedenktages gar nicht mehr wirklich einschätzen. Trotzdem ist es wichtig „dass dieser Tag gegen das Vergessen weiter gefeiert wird!“ wie Staatssekretär Johanes Hintersberger bei der Feier am Denkmal in der Widderstraße betonte. Zuvor hatten Pfarrerin Katharina Beltinger und von der evangelischen St. Markus - Kirche und Pfarrer Dr. Wilfried Hagemann von der katholischen Pfarrei St. Pankratius in einem ökumenischen Gottesdienst für Frieden gebetet. Etwa 80 Menschen, darunter viele bekannte Gesichter aus Lechhausen und eine Gruppe von Reservisten der Bundeswehr, zogen dann, angeführt vom Blasorchester Lechhausen, mit den Fahnenabordnungen der Vereine zur Feier.

In Ihrer bewegenden Ansprache betonte Pfarrerin Beltinger, dass die Gewöhnung an Flucht, Krieg und Not nicht dazu führen dürfe, sich von anderen Menschen abzuwenden. Sie rief dazu auf, „dass wir uns nicht daran gewöhnen, dass Krieg und Gewalt das Geschehen bestimmen, sondern Mitmenschlichkeit und die Sehnsucht nach Frieden!“ Sie verwies auf die positiven Beispiele des Umgangs mit Flüchtlingen in Lechhausen. „Die Hoffnung blüht im Kleinen, die Hoffnung ist Einer , der Fahrräder herrichtet für Flüchtlingskinder, ist ein gemeinsamer Besuch eines Fußballspiels…“. Hintersberger erinnerte an die Gräuel rief dazu auf, immer „darauf zu achten, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu Förden!“ Die Erinnerung sei dabei ein wichtiger Bestandteil weil es „ohne Herkunft keine Zukunft gibt!“ Bewegende Worte an einem wichtigen tag des Nachdenkens und Erinnerns, der so auch in Zukunft weiter wichtig und notwendig sein wird.
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