Wechsel bei der ARGE aufgeschoben.

Werner Mordstein will nur noch 3 Jahre weitermachen. Foto Blöchl
 
Der "neue" Vorstand der ARGE v.l. Peter F. Fischer, Hans - Peter Roßkopf, Sieglinde Wisniewski, Horst Hinterbrandner, Werner Mordstein, Rudolf Barwinek, Klaus Demharter, Markus Götz. Foto Blöchl


Werner Mordstein noch einmal wiedergewählt.

In der ARGE (Arbeitsgemeinschaft der Vereine) Lechhausen sind derzeit 54 Vereine zusammengeschlossen. Inwieweit alle aktiv sind, entzieht sich der Beurteilung. Zur Jahreshauptversammlung war knapp 20 Vertreter gekommen. Klar war dann die Ankündigung des langjährigen Vorsitzenden Werner Mordstein. Definitiv nur noch eine Wahlperiode – d.h. bis 2020 – stehe er für das Amt zur Verfügung, dann muss die Nachfolge geregelt sein. Auch der langjährige Kassier Hans – Peter Roßkopf kündigte seinen bevorstehenden Rückzug an.. Neu im Gremium ist nur Markus Götz, einer der Macher der Initiative zur Wiedergründung einer „Freiwilligen Feuerwehr Lechhausen“. Er ersetzt den ehemaligen Vorsitzenden der Kleesiedlung Ferdinand Gielen, der nicht mehr kandidierte. Anstelle von Roland Bopp übernimmt Peter F. Fischer die Funktion des Schriftführers. Ansonsten wurden alle Vorstandsmitglieder in ihrem Amt bestätigt.

Veränderungen im Stadtteil fordern auch die ARGE.

Mordstein berichtete über die Entwicklungen in der Organisation und anstehende Veränderungen im Stadtteil. Vor allem der Neubau des Grünen Kranzes am Schlössle erfordert von der ARGE neue Planungen und Ideen. So wird es voraussichtlich bis 2019 keinen Maibaum auf dem zentralen Platz geben, Ob es dann trotzdem Feste rund um den 1. Mai geben wird, ist nicht entscheiden. Auch der Weihnachtsmarkt, den der Verband zumindest organisatorisch stark unterstützt hat, wird nicht durchgeführt werden können. Ob die federführende Aktionsgemeinschaft dafür Ersatz organisieren wird,, war zum Zeitpunkt der Jahreshauptversammlung nicht klar. Rückläufig ist auch die Tendenz beim Wochenmarkt, der derzeit nur noch von 6 Beschickern genutzt wird. Dadurch sind auch die Einnahmen aus dem Wochenmarkt (Standbesitzer zahlen Euro 8.- an einem Nachmittag) rückläufig. Der Seniorennachmittag auf der Kirchweih steht nicht in Frage, um eine moderate Erhöhung des Preises für Gutscheine wird man aber wohl nicht herumkommen. Wie lange allerdings die Kirchweih in der derzeitigen Form weitergeführt wird, steht ebenfalls zur Entscheidung an.
Mordsteins Stellvertreter Horst Hinterbrandner betonte die positiven Impulse, die sich aus dem Umbau des Grünen Kranzes und damit verbunden der Baugestaltung des Lechhauser Zentrums ergeben würden. Auch der Flößerpark werde positive Wirkungen auf den Stadtteil haben. Die Neugründung der Feuerwehr lobte er ebenfalls als wichtigen Schritt.

Kommentar: Chance für die ARGE. Vor einigen Herausforderungen steht die ARGE Lechhausen. Manche Vereine kämpfen aus vor allem demografischen Gründen um ihre Zukunft. Die traditionellen Aktivitäten erreichen nur noch einen Teil der Bevölkerung. Der Wochenmarkt bedürfte dringend eines neuen Impulses, auch vor einem eventuellen Umzug auf den Stadtplatz nach dessen Wiedereröffnung. Auch wenn die Zahl von 54 Mitgliedsvereinen durchaus beeindruckt, es zeigt sich, dass nur eine relativ geringe Zahl aktiv im Stadtteil mitwirkt. Durch die Änderungen nicht nur um den Grünen Kranz stehen einige Anforderungen bevor. Der angekündigte Rückzug altgedienter Mitstreiter in den kommenden Jahren erfordert neue Ideen und neue Strategien. Die Erneuerung der Vorstandschaft bis spätestens 2020 stellt dafür auch eine Chance dar. Ob sie genutzt wird, liegt an den Vereinen selbst. Lechhausen könnte es brauchen.
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