Aus für Großbordell in Lechhausen: Gericht weist Klage des Investors ab

Ein Investor plante in dieser Industriehalle in Lechhausen ein Bordell mit rund 50 Prostituierten (Foto: Hans Blöchl)

Aus einer Industriehalle in Lechhausen wollte ein Investor ein Großbordell machen. Der Verwaltungsgerichtshof in München hat diesen Plänen nun einen Riegel vorgeschoben. Der zuständige Senat wies die Klage des Rotlicht-Unternehmers gegen den Planungsstopp der Stadt Augsburg ab.

Die Stadt hatte geltend gemacht, dass sie für eine Ansiedlung von Industriefirmen kaum noch Flächen zur Verfügung habe - außer eben in Lechhausen. Es sei offenkundig, dass die dortigen Grundstücke nicht für Bordelle gedacht seien. Mit einer sogenannten "Veränderungssperre" bremste die Stadt den Investor aus. Dieser klagte - und das Verwaltungsgericht in Augsburg gab dem verhinderten Bordellbetreiber zunächst Recht.

Die Stadt ging daraufhin in Berufung. Die nächsthöhere Instanz, der Münchner Verwaltungsgerichtshof, hielt die Sperre nun für rechtmäßig. Der Bordellbetreiber erhält somit keine Baugenehmigung für die Nutzung des betreffenden Gebäudes in Lechhausen.

Der zuständige Senat begründete seine Entscheidung damit, dass in einem Bebauungsplan derartige Bordellbetriebe in einem Industriegebiet grundsätzlich ausgeschlossen werden können. Die dahingehende Planung der Stadt Augsburg sei über das Instrument der Veränderungssperre wirksam abgesichert worden.

Auf die Frage, ob Bordelle in Industriegebieten "generell gebietsunverträglich" sind, käme es im konkreten Fall wegen der rechtmäßigen Veränderungssperre nicht an.

Die Revision zum Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ließ das Gericht nicht zu. Dagegen könnte der Investor nun beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde einlegen.
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