Kundgebung zum 1. Mai: "Zusammenstehen für mehr Solidarität"

Foto Blöchl

Bunt war der Rathausplatz: Rund 1500 Menschen hatten sich, vereint aus zwei Demonstrationszügen, zur traditionellen Maikundgebung vor der Kulisse des "verkleideten" Rathauses zur Kundgebung getroffen.

Vor dem Hintergrund der gerade angeschlossenen Tarifrunde im Öffentlichen Dienst und den laufenden Tarifverhandlungen in der Metallindustrie gaben sich die Gewerkschafter kämpferisch:" Wir müssen immer wieder die Frage nach einer gerechten Verteilung in der Gesellschaft stellen!", forderte die Hauptrednerin Irene Schulz vom IG-Metall-Hauptvorstand.

Maikundgebung in Augsburg


Natürlich spielten auch die neue Diskussion um die Zukunft der Rente, die Frage von Leiharbeit und Werkverträgen sowohl in den Reden als auch auf den Transparenten der Kundgebungsteilnehmer eine wichtige Rolle. OB Kurt Gribl verwies in seinem Grußwort darauf, dass auch ihm "manchmal das Herz schwer wird", wenn er an schwierige Entscheidungen wie im Klinikum, der Zukunft des Theaters oder bei den Stadtwerken mit dem möglicherweis drohenden Personalabbau denke.

Auch die Frage des Umgangs mit Flucht und Flüchtlingen wurde von den Gewerkschaftern thematisiert. Die Gewerkschaftsjugend lobte die Stadt für ihren couragierten Umgang gegen den Neujahrsempfang der AfD im Rathaus und forderte dazu auf, gegen den "alltäglichen Rassismus auch in Gewerkschaften" vorzugehen. Der OB erhielt dafür als Anerkennung eine Plakette für das Rathaus. Mit einem bunten Kulturprogramm, gestaltet von den Akteuren des um seine Zukunft bangenden Kulturparks West, folgte der erfreulich kurzen Kundgebung ein Fest auf dem Rathausplatz.
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