Wir sind Deutschland dankbar!

Ulrike Bahr (2.v.r.) im Gespräch mit Helferinnen und Flüchtlingen. Foto Blöchl

Bundestagsabgeordnete Ulrike Bahr informiert sich bei Flüchtlingen.

Gestern hatten sie quasi noch „Geburtstag“ gefeiert. Seit genau 1 Jahr sind die Flüchtlinge, die mit der SPD – Bundestagsabgeordneten Ulrike Bahr am Tisch sitzen in Deutschland. Sei dieser Zeit sind die meisten von ihnen in einer Pension in Lechhausen. Bis zu 60 Menschen waren hier untergebracht, in der letzten Zeit hat die Stadt viele auf andere Unterkünfte verteilt. Noch wohnen ca. 20 Männer, fast alle aus Syrien und 1 Ehepaar, meist in Zweibettzimmern, hier. Der Umzug in eine andere Unterkunft ist geplant.
Es sind auch einige Helferinnen und Helfer aus Lechhausen da, die sich um die Unterkunft kümmern. Freundschaften sind entstanden, man versteht sich, kocht miteinander, unternimmt Freizeitaktivitäten, in einer Whats – App – Gruppe werden laufend Informationen ausgetauscht. Ahmad Hamshari, ein ausgebildeter Arzt sagt:“ Wir sind Deutschland dankbar, vor allem den Menschen hier in Lechhausen. Sie haben uns aufgenommen und geholfen!“ Mittlerweile stehen andere Fragen im Vordergrund als bei der Ankunft vor einem Jahr. Arbeit und Wohnung stehen jetzt auf der Tagesordnung. Hier wird Bahr auch mir den Schwierigkeiten konfrontiert die es in der Realität gibt. So ist nicht nachvollziehbar, dass trotz gleicher Aufenthaltsdauer manche bereits eine Aufenthaltsgenehmigung haben, andere immer noch warten. Dadurch ist auch die Wohnungs- und Arbeitssuche erschwert oder unmöglich. „Wir wollen arbeiten und Steuern zahlen, wir möchten usn selbst versorgen Das schlimmste für uns ist das ständige Warten, die Langeweile!“ erklären sie der Abgeordneten. Ein Helfer verweist auf die immer noch hohen bürokratischen Hürden, die es für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gibt, wenn eine Stelle gefunden ist. Ein weiteres schwieriges Thea ist die Familienzusammenführung. Safwan Alkudsi, Englischlehrer aus Damaskus, berichtet von seiner Familie, die in der Türkei festsitzt, derzeit gibt es keine Chance sie zu holen. Ein anderer kann seine Frau aus dem Lobanon nicht holen, weil Papiere nicht besorgt werden können. Auch die Anerkennung von Berufs- und schulischen Abschlüssen stellt eine große Hürde dar. Bahr hört aufmerksam zu, erläutert und erklärt Gesetzesvorhaben wie das neue Integrationsgesetz. „Wenn Politik auf Realität trifft, stellt sich manches anders dar als wir in Berlin glauben!“ fasst sie ihre Eindrücke zusammen. „Die Forderung, dass Flüchtlinge sich integrieren ist richtig, aber auch die Deutschen müssen etwas tun,. Integration ist keine Einbahnstraße“ fordert eine Helferin auch mehr Offenheit der deutschen Gesellschaft ein. „Das harmonische Miteinander in dieser Unterkunft lässt hoffen, dass das alles gelingt!“ resümiert die Augsburger Abgeordnete bevor sie zum Besuch der nächsten Unterkunft aufbricht.
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