Zufriedene Gesichter nach der Lechhauser Kirchweih.

Auch am letzten Sonntag gab es noch viele Besucher in der Klausstraße. Foto Blöchl
 
Ganz gut besucht ear der Frühschoppen der SPD. Foto Blöchl

Wetter begünstigt das letzte Volksfest im Jahreslauf in Augsburg.


„Es hat alles gepasst! Und das Wetter hat dieses Jahr super mitgespielt!“ war der einhellige Tenor von Besuchern, Beschickern und Veranstaltern auf der diesjährigen Kirchweih. Auch das zweite Kirchweihwochenende zeigte sich, außer kurzen Schauern am Samstagabend, nochmal sonnig und angenehm. „Wir hatten auch schon Schnee!“ erinnert sich Paul Müller, der seit langen Zeiten die Fischbraterei betreibt und das Lechhauser Volksfest besonders mag. Für ihn ist es vor allem, wichtig, dass „es ohne Aggressionen und Raufereien abgeht“, das gefällt ihm. Zum ersten Mal auf der Kirchweih ist Hu Wei Xing, ein chinesischer Scherenschnittkünstler aus Hochzoll. Gegen eine Spende oder auch umsonst schneidet er innerhalb 1 Minute ein täuschend echtes Silhouettenportrait aus schwarzem Papier. Und es kommt an. Sandra und Benjamin Erlinger, Lechhauser Urgesteine betreiben auch schon lange eine „Bonbonniere“ mit gebrannten Mandeln und anderen süßen Leckereien – auch für sie „gehört die Kirchweih einfach dazu!“, mit dem Geschäft sind sie genauso zufrieden wie Michael Gail mit seinem kleinen Ballons- und Spielzeugstand. Und auch die Fahrgeschäfte waren mit dem Besuch und Umsatz zufriden. Im nächsten Jahr wollen sie alle wieder dabei sein, ein gutes Zeichen.

Generationenwechsel im Bierzelt – Traditionen leben weiter.

Nach einigen Diskussionen in den Vorjahren zeigt sich auch Tina Held, die Tochter der langjährigen Bierzeltbetreiber Petra und Dieter Held, mit der Kirchweih sehr zufrieden. Sie übernimmt langsam das Ruder, die Eltern helfen natürlich im Hintergrund noch mit. „Der Besuch war gut, wir werden weiter für die Lechhauser Tradition da sein!“ sagt sie praktisch den zukünftigen Betrieb des Bierzeltes auf der Lechhauser Traditionsveranstaltung zu.
Das vor 8 Jahren nach längerer Pause wieder ins Leben gerufene Schafkopfturnier der SPD – Lechhausen zieht zwar nicht mehr die Massen wie früher an, für Schafkopfspieler in Lechhausen und darüber hinaus gehört es zum festen Bestandteil im jährlichen Schafkopfkalender. In diesem Jahr hat der mit 89 (!) Jahren älteste Teilnehmer, Johann Linderrneyr aus Mühlhausen, noch einmal gezeigt, dass zumindest beim bayerischen Traditionsspiel Alter nicht vor Gewinnen schützt.

Am zweiten Sonntag des Volksfestes misst sich immer die SPD Lechhausen, traditionell unterstützt vom Blasorchester Lechhausen, im Fernduell mit der CSU, die am ersten Sonntag beim politischen Frühschoppen antritt. Wie es ausging? Unentschieden, wenn es um die Besucherzahl geht, „mit leichten Vorteilen für uns“ meinte ein der CSU nahestehender Teilnehmer schmunzelnd. Die neue Vorsitzende der Lechhauser Genossen, Angelika Lonnemann, war mit der Resonanz zufrieden. In ihrer Begrüßung betonte sie die Lechhauser Geschichte als „eine Geschichte der Zuwanderung“ und lobte das friedliche Zusammenleben im Stadtteil.

Die Augsburger SPD Vorsitzende Ulrike Bahr und der Hauptredner, der Generalsekretär det bayerischen SPD Uli Grötsch, versuchten Konsequenzen aus der Wahlniederlage der Partei bei der Bundestagswahl im September zu ziehen. Ob das „ Wir haben verstanden“, übrigens genauso formuliert wie bei der CSU, wirklich weiterhilft, blieb offen. "Mehr Mut auch zu unbequemen Antworten" forderte Grötsch. Zu erkennen war dass die Partei ihr Profil deutlich schärfen und eine kräftige und wohl auch lautstarke Opposition bilden will. Die Themen wie Wohnen, Pflege etc. sind die alten, wie die neuen Wege der Partei aussehen werden blieb noch ein wenig unklar. Zumindest die anwesenden SPD – Mitglieder und Sympathisanten nahmen die Reden dankbar zur Kenntnis.
Nach dieser Kirchweih, mit einem fulminanten Marktsonntag, zufriedenen Beschickern und Besuchern und nicht ganz unwichtig, zufriedenen Festwirten scheint die Lechhauser Volksfest wieder in einem ruhigeren Fahrwasser als noch vor ein paar Jahren zu sein das Wetter hat dieses Jahr dabei sicherich mit am meisten geholfen.
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