Große Koalition demonstriert Einigkeit beim Augsburger Sportgipfel.

Auch den die Dekoration faschingsmäßig war - es war eine durchaus ernsthafte Sitzung der Akteure im Augsburger Sport. . V.l. Heinz Krötz, Peter Uhl, Bernd Kränzle, Dirk Wurm, Sportamtsleiter Robert Zenner, Herbert Hafner (Vorsitzender der Bayerischen Sportjugend - BSJ in Augsburg), Barbara Wengenmeir Bezirkssprecherin BSJ). Foto Blöchl

Nur verhaltene Kritik aus den Reihen der Sportvereine.


Wenn es darum geht, Sportpolitik in Augsburg zu planen und zu gestalten gibt es eine große parteiübergreifende Zusammenarbeit. Das verdeutlichte der letzte Augsburger Sportgipfel in der TSG – Sportgaststätte. Der Vorsitzende des Sportausschusses im Augsburger Stadtrat, CSU – Stadtrat Peter Uhl aus der Hammerschmiede betonte das genauso wie SPD – Sportreferent Dirk Wurm, Bernd Kränzle als CSU – Fraktionsvorsitzender und Kreisvorsitzender des bayerischen Landessportverbandes. Auch Heinz Krötz, Vorsitzender des Sportbeirates zeigte sich weitgehend zufrieden.


Augsburg bleibt Stadt des Breitensports.


Dirk Wurm erläuterte den Stand des Sport- und Bäderentwicklungsplanes, der noch im Februar im Stadtrat beschlossen werden soll. Die 3 Säulen des Planes – Zugang für alle Bürger zum Sport, Neukonzeption des Schulsports und die Öffnung von Freiräumen für vereinsungebundenen Sport - bezeichnete er als die Basis, Augsburg als „Stadt des Breitensports“ weiter zu entwickeln. Dazu gehöre auch die Förderung des „amateurhaften Spitzensports“ neben der Unterstützung für den FCA oder die Panther. Nach dem Beschluss im Stadtrat wird es dann konkrete Gespräche ein den Stadtteilen geben, um einzelne Projekte auf den Weg zu bringen. Als ein Beispiel nannte er Lechhausen, das seiner Mengung nach unterversorgt ist. Im Mai soll es Gespräche geben wie man z.B. die Flächen am Griesle besser für den Freizeitsport nutzbar machen könnte. Auch in Oberhausen beim TSV 1886 odetr bei der DJK West sind neu Projekte, auch zusammen mit dem Stadtjugendring und Schulen in Planung. Langfristig sah er die Notwendigkeit, die Mittel für die Sportförderung erheblich zu erhöhen, dazu müssten auch die Vereine entsprechend Druck ausüben.

Sportbeirat sieht Diskrepanz zum Profisport.


Heinz Krötz verwies auf die zunehmende Kluft zwischen Profisport und den Amateurvereinen. Während für den Profifußball immer höhere Summen gezahlt worden, „stehen viele Amateurverein mit dem Rücken zur Wand!“ Mit einer ständigen Festschreibung der Mittel sieht er keine großen Chancen zur Weiterentwicklung. In diesem Zusammenhang verwies auch Bernd Kränzle auf die Notwendigkeit „freiwllige“ Kooperationen und auch Fusionen von Vereinen zu prüfen. „Der BLSV wird das auch unterstützen“. Eine Überprüfung der Entwicklung einzelner Sportarten, er nannte als Beispiele Kegeln und Leitathletik, und daraus folgende Konsequenzen mahnte Krötz ebenfalls an.


Kritik am Umgang mit Post – SV und Fortschreibung der Zuschüsse.


Unterschwellige Kritik war zu verspüren, wenn es um den Umgang mit dem Umzug des Post SV aus Kriegshaber ging. Peter Monz, Vorsitzender der DJK Pfersee sprach von einem „schlechten Beispiel für die Zusammenarbeit von Stadt und Sportvereinen!“. Auch andere Vertreter wollten wissen, ob die Unterstützung für den Verein nicht zu Lasten der anderen gehen würde. Letzteres bestritten sowohl Kränzle als auch Wurm. Der Präsident des TSV Firnhaberau, Alfred Saal, kritisierte als einziger offen den „Schmusekurs im Rathaus“. Die Aussage Uhls, dass er stolz sei, dass die Zuschüsse für die Vereine bei der Haushaltsberatung zwar „nicht erhöht aber auch nicht gekürzt wurden“ nahm er zum Anlass, eine Erhöhung einzufordern, weil seit 3 Jahren zwar „die Kosten aber nicht die Zuschüsse gestiegen sind“. Kränzle verwies darauf dass Augsburg in der Sparförderung über dem Durchschnitt Bayerns liegen würde, er sich aber trotzdem für eine Erhöhung einsetzen werde.

Die Wunschliste ist lang – und wird es bleiben.


Neben den in Planung befindlichen „Leuchtturmprojekten“ wie die Neugestaltung der Sportanlage – Süd, die Modernisierung der Kanustrecke am Eiskanal und auch den Neubau des Post – SV äußerten die Teilnehmer am Sportgipfel viele zusätzliche Wünsch. Der Katalog reichte von einem 50 – m - Becken mit Sprungturm, über eine neue Sporthalle für Großveranstaltungen (die Sanierung der alten Sporthalle wurde mehrheitlich kritisch gesehen!) bis hin zu mehr Mittel für Vereinsflächen und Schulsport. Die Erfüllung aller Wünsche wird wohl mittelfristig an der Finanzsituation der Stadt scheitern. Die Sportfamilie wird sich sicher zu Prioritäten verständigen müssen. Das soll im Herbst erfolgen. Viel Arbeit und viele Diskussionen sind dabei vorprogrammiert.
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