Einsatz am Oberhauser Bahnhof: 41-Jähriger mit 4,1 Promille hält Polizei und Rettungskräfte auf Trab

Ein 41-Jähriger hat in der Nacht auf Freitag Polizei und Rettungskräfte intensiv beschäftigt. Schließlich musste er gefesselt in den Polizeiarrest. (Foto: Christoph Maschke / Symbolbild)

Ein trinkfester Augsburger hat in der Nacht auf Freitag Rettungskräfte und Polizeibeamte fast die ganze Nacht über beschäftigt. Das Abenteuer endete für den 41-Jährigen im Krankenhaus.

Zunächst wurde der Rettungsdienst kurz vor 19.30 Uhr zum Oberhauser Bahnhof beordert, da eine hilflose weibliche Person gemeldet wurde, die offenbar medizinische Probleme hatte.
Bereits zu diesem Zeitpunkt mischte sich der unbeteiligte 41-Jährige ein und beleidigte die Rettungssanitäter aufs Übelste, obwohl diese ihn vor Ort wegen anderweitiger Verletzungen gleich mit versorgten.

Gegen 23.30 Uhr kam es offenbar zu Streitigkeiten mit einem 35-Jährigen am Bahnhofsvorplatz, der den 41-Jährigen eigentlich nur nach Hause begleiten wollte, da dieser aufgrund seiner Alkoholisierung von mittlerweile über 4,1 Promille hierzu alleine nicht mehr in der Lage war. Die Polizeibeamten stellten kurzfristig die Ruhe wieder her, belehrten den Mann und übergaben ihm seinem Kumpel, nachdem er sich nun doch lieber von diesem nach Hause bringen lassen wollte, als im Polizeiarrest zu übernachten.

Kurze Zeit später mussten die Beamten nochmals den Helmut-Haller-Platz anfahren, da sich der 41-Jährige trotz zuvor ausgesprochenen Platzverweises immer noch lautstark vor Ort aufhielt. Der Mann zeigte sich nun deutlich aggressiv, musste gefesselt und anschließend mit Zwang in den Polizeiarrest eingeliefert werden, "kommentiert von wüsten Beschimpfungen aus der untersten Schublade, die er trotz seiner vier Promille noch ziemlich deutlich artikulieren konnte", wie die Polizei in ihrem Bericht vermerkt.

Kurz vor zwei Uhr wurde dann nochmals der Rettungsdienst zu dem 41-Jährigen, diesmal in den Arrest gerufen, da eine ältere, länger zurückliegende Verletzung bei ihm zu Bluten begann, neue Verletzungen konnten die Sanitäter bei ihm hingegen nicht feststellen. Also wurde er vom Arrest ins Klinikum gefahren, dort behandelt, für nicht haftfähig erklärt und gegen 4 Uhr von dort aus nach Hause entlassen. "Bis Schichtende mussten die Beamten dann nicht mehr eingreifen", schließt die Polizei ihren Bericht. (pm)
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