Mit 140 durch die Tempo-30-Zone: Fordfahrer flüchtet vor Augsburger Polizei

Eine Verfolgungsjagd lieferte sich in der Nacht auf Dienstag ein Fordfahrer mit der Augsburger Polizei. (Foto: Christian Mueller 123rf)

Eine rasante Verfolgungsjagd hat sich ein Fordfahrer mit der Augsburger Polizei geliefert. Dabei floh er mit 140 Stundenkilometern - durch die Tempo-30-Zone. Seine Fahrt endet an einem Ampelmasten, seine Flucht setzt er fort. Warum der Mann flüchtete.

Es war gegen 1.15 Uhr in der Nacht von Montag auf Dienstag, als eine Polizeistreife im Bereich Gersthofen den Fahrer eines Fords kontrollieren wollte. Der Mann stoppte sein Fahrzeug zunächst. Als die Polizisten allerdings aus dem Streifenwagen stiegen, flüchtete der Fahrer über die Gersthofer Straße auf die Neuburger Straße in Richtung Hammerschmiede. Hier fuhr er teilweise sogar 140 Kilometer pro Stunde - bei erlaubten Tempo 30 - um der Streife zu entkommen.

Die Polizisten verloren den Ford auf Höhe der Karlsbader Straße schließlich aus den Augen, inzwischen beteiligten sich mehrere Streifen an der Fahndung nach dem Ford.

Ford prallt gegen Ampel- sowie Lichtmast und einen Baum

Doch das gesuchte Fahrzeug tauchte bald wieder auf: Der Fahrer hatte es an der Kreuzung Neuburger Straße/Hans-Böckler-Straße offenbar mit voller Wucht gegen eine Fußgängerampel gesetzt. Der Ford war anschließend gegen einen großen Lichtmasten und einen Baum geprallt.

"Der Fahrer war nun fußläufig flüchtig", beschreibt die Polizei in ihrem Pressebericht. "Zwischenzeitlich war bekannt, dass die angebrachten Kennzeichen als gestohlen gemeldet waren", heißt es weiter.


Zeuge hilft der Polizei

Ein Zeuge, der den Unfall beobachtet hatte, konnte schließlich die Fluchtrichtung des Mannes angeben. Wenig später konnte eine Streife einen auf die Zeugenbeschreibung passenden Mann in der Schillstraße feststellen und kontrollieren. Der 22-Jährige leugnete eine Tatbeteiligung, allerdings erhärtete sich laut Polizei in der Befragung der Verdacht, dass die Beamten mit dem Flüchtigen sprachen.

Zur Abklärung der näheren Umstände wurde der 22-Jährige auf die Polizeidienststelle gebracht. Dort stellte sich heraus, dass der Mann nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist.

Flüchtiger muss ins Augsburger Klinikum

Allerdings verschlechterte sich der Gesundheitszustand des Mannes und er wurde zur Untersuchung ins Zentralklinikum gebracht. Die Ärzte stellten eine mittelschwere Verletzung fest, die er sich offensichtlich bei dem Unfall zugezogen hatte.

Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat einen Haftbefehl beim Amtsgericht Augsburg wegen des dringenden Tatverdachtes des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Gefährdung des Straßenverkehrs, Urkundenfälschung, Nötigung und unerlaubten Entfernens vom Unfallort beantragt.

Der Mann wird am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt.

Wie bereits berichtet wurde der 22-Jährige Beschuldigte dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Fahren ohne Fahrerlaubnis, Gefährdung des Straßenverkehrs, Urkundenfälschung und unerlaubtem Entfernen vom Unfallort erlassen und in Vollzug gesetzt, teilt die Polizei am Mittwoch, 21. Juni, mit.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.