Polizeieinsatz wegen zu lauter Musik in Oberhausen eskaliert: Frau erhält Anzeige, Mann Fesseln

Die Besitzerin des Lokals, aus dem zu laute Musik drang, missbrauchte den Notruf und erhält eine Anzeige. (Foto: David Libossek)

Zu einer Bar in der Neuhäuser Straße in Oberhausen ist die Augsburger Polizei am Donnerstagabend gegen 23 Uhr gerufen worden. Der Grund: dort solle es "sehr laut zugehen".

Vor Ort konnte tatsächlich überlaute Musik aus der Wirtschaft festgestellt werden. Sämtliche Fenster und Türen waren geöffnet und man konnte die unerwünschte Beschallung bereits von weitem hören.

Ein 39-Jähriger gab sich gegenüber der Streifenbesatzung als Verantwortlicher aus. Er war von Anfang an äußerst unkooperativ und vermutete hinter dem Polizeieinsatz eine Verschwörung der benachbarten Konkurrenz. Die Angabe seiner Personalien verweigerte er und die Musik wollte er ebenfalls nicht leiser stellen.

In seiner Sturheit ließ er dann sogar die eigentliche Betreiberin der Gaststätte den Polizeinotruf wählen, da er die “richtige” Polizei wollte.

Mann soll mit zur Dienststelle - und muss dafür gefesselt werden

Der für Argumente nicht mehr zugängliche, dafür umso deutlicher alkoholisierte Mann sollte schließlich zur Identitätsfeststellung zur Dienststelle mitgenommen werden, wogegen er sich massiv wehrte und nur unter Anwendung von Zwangsmaßnahmen aus dem Lokal gebracht werden konnte. Nach einer weiteren Rangelei vor dem Lokal konnte er schließlich im Beisein einer zweiten Streifenbesatzung gefesselt und in den Polizeiarrest abtransportiert werden. Dort ergab ein Alkoholtest einen Wert von knapp zwei Promille.

Die 30-jährige Lokalbetreiberin wird übrigens ebenfalls angezeigt, teilt die Polizei in ihrem Pressebericht mit. Sie behauptete per Notruf 110, dass die Streife vor Ort einen ihrer Gäste belästigen würde.
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