Schüsse vor der Augsburger L'Osteria: Nun muss sich der Personenschützer vor Gericht verantworten

Mit einer Schusswaffe attackierte der Personenschützer einen anderen Mann. (Symbolfoto) (Foto: Strelok, 123rf.de)

Ein 51-jähriger Personenschützer aus Nordrhein-Westfalen griff Anfang Juni in einer Augsburger Pizzeria zur Schusswaffe und durchschoss den Oberschenkel eines anderen Mannes. Die Staatsanwaltschaft hat nun Klage gegen ihn erhoben. Er muss jetzt vor dem Landgericht Augsburg Stellung dazu beziehen.

Der Angeschuldigte sei hinreichend verdächtig, so die Staatsanwaltschaft in ihrer Pressemitteilung, am 30. Juni 2016 vor der Gaststätte in Augsburg "im Rahmen einer Auseinandersetzung zwischen seinem Auftraggeber und drei weiteren Personen wegen zivilrechtlicher Forderungen ohne rechtfertigenden Grund, insbesondere ohne dass eine Notwehrsituation vorlag, aus einem Abstand von 1,5 Metern gezielt auf das rechte Bein des 24-jährigen Geschädigten geschossen zu haben". Der 26-jährige Bruder des Geschädigten soll zuvor dem Auftraggeber des Angeschuldigten lediglich einmal mit der flachen Hand auf die Wange geschlagen haben.

Der Angeschuldigte soll zudem die für diesen Personenschutzauftrag erforderliche Genehmigung zum Führen einer Schusswaffe nicht besessen haben. Der Geschädigte erlitt einen Durchschuss des rechten Oberschenkels und wurde deswegen eine Woche stationär im Klinikum Augsburg behandelt.

Das Strafgesetzbuch sieht für gefährliche Körperverletzung einen Strafrahmen von Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren und das Waffengesetz für das unerlaubte Führen einer Schusswaffe Freiheitstrafe von einem Monat bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor. Ein Termin zur Hauptverhandlung wurde noch nicht bestimmt.
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