26. Marktsonntag in Oberhausen

 
OB Dr. Kurt Gribl mit Hannelore Köppl. Foto blöchl

26. Oberhauser Marktsonntag.


Noch kurz vor der Eröffnung des 26. Oberhauser Marktsonntags richteten die Verantwortlichen der ARGE und der Webegemeinschaft Oberhausen bange Blicke zum Himmel und viele Blicke auf die Wetterberichte der Smartphones. Aber das Wetter hielt, die wenige Tropfen taten der Stimmung keinen Abbruch. Als Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl zusammen mit ARGE – Chefin Hannelore Köppl den Festtag eröffnete, war der Helmut-Haller-Platz vor dem Oberhauser Bahnhof gut gefüllt. Viele Trachten und Uniformen waren zu sehen, die „Königstreuen“ mit ihren Trachten und Uniformen prägten genauso ein buntes Bild wie Feuerwehr und diverse andere Gruppen. OB Gribl betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des Marktsonntags als traditionelle Einrichtung für das Zusammenleben im Stadtteil. Das hohe ehrenamtliche Engagement für den Stadtteil, das sich in diesem Jahr durch eine Fülle von Veranstaltungen wie dem Kiezsommer gezeigt hatte, verdeutlicht, dass Oberhausen nach vorne blickt und sich bewegt. Natürlich ließ sich auch viel Prominenz, das Übergewicht eindeutig bei der CSU mit Staatssekretär und Parteichef Johannes Hintersberger und MdB Volker Ulrich an der Spitze, die Möglichkeit nicht entgehen, sich zu zeigen. Bei der SPD waren Lokalmatador Stadtrat Dieter Benkard und Stadträtin Gabriele Thoma vertreten.

Mit Blasmusik und Kutsche voraus zog dann der Festzug durch die ab der Wertachbrücke gesperrte Ulmer Straße, wo bereits am Mittag einiges los war. Dass Oberhausen im besten Sinne ein multikultureller Stadtteil ist, zeigte sich nicht auch bei den Uniformen und beteiligten Gruppen. Eine Gruppe von Kosaken und eine Musikgruppe aus Slowenien bereicherten den Zug mit ihrer Musik. Neben den traditionellen Teilnehmern waren aber auch hübsche junge Frauen mit Cabrio und Jeep im Festumzug vertreten. Die Verkaufsstände und gastronomischen Angebote waren seit 11 Uhr geöffnet, es würde geschaut und probiert, gegessen und getrunken. Viel Beifall gab es für die Umzugsteilnehmer.

Oberhausen ist bunt und international.

Auf der Bühne am Bahnhoflochte lockte ein abwechslungsreiches Programm viele Zuhörer an, die sich auch die internationalen Spezialitäten schmecken ließen. Die Ulmer Straße mit den Verkaufsständen und Informationsmöglichkeiten füllte sich zunehmend, ein schwieriges Unterfangen für die Straßenbahn und auch die Radfahrer durchzukommen. An manchen Ständen gab es einiges Gedrängel, die Gaststätten hatten großen Zulauf. Auch hier ein abwechslungsreiches Bild – die Feuerwehr informierte genauso wie das Technische Hilfswerk (THW), die „Cityfarm“ erklärt den neuen Trend des „Urban Gardening“, Kindergärten und Versicherungen warben um Interesse. CSU und Link versuchten ihre politischen Ideen an den Mann oder die Frau zu bringen, die kleinen Geschenke waren aber eindeutig begehrter als politische Argumente. Kleidung und Taschen, Mode und Krimskrams wurden inspiziert und probiert. Das kulinarische Angebot war genauso international wie die Besucher des Festsonntags. Datschi und Bratwurst konkurrieren friedlich mit Döner und Langosch, asiatische Spezialitäten mit dem Käseangebot aus dem Allgäu .Ein beinahe babylonisches Sprachengewirr war zu hören, manche gar nicht eindeutig zuzuordnen. Migration und Flucht haben Menschen mit unterschiedlichste Hautfarben und Kleidungsformen auch zum Marktsontag gebracht. Alles ist friedlich und fröhlich. Die Polizei ist präsent und sichtbar, Grund zu Besorgnis oder zum Eingreifen gibt es nicht. Manche Besucher schlender auf dem Weg zu Herbstplärrer vorbei, bleiben stehen, lassen sich treiben. Am Anfang der Straße finden ich vor allem Autofans ein, die die dort ausgestellten amerikanischen Stra0enkreuzer bewundern. „Einmal so etwas zu fahren!“, ein älterer Herr lässt seinen Traum erahnen. Überall herrscht eine entspannte, angenehme Atmosphäre bei der mittlerweile 26. Ausgabe des Oberhauser Marktsonntags. Die 27. wird sicher folgen.
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