Anwohner, Politiker, ARGE-Vorsitzende und Gastronom „Bob“ Meitinger diskutieren über Süchtigentreff in der Branderstraße

In der ehemaligen St.-Christophorus-Apotheke in der Branderstraße in Oberhausen soll der Süchtigentreff nun angesiedelt werden. (Foto: Helene Kuhn)

Oberhauser Institutionen sehen Branderstraße als kritischen Standort.

Die Debatte um den weiteren Umgang mit der Süchtigen-Szene am Oberhauser Bahnhof geht weiter. Auch der neue vorgeschlagene Standort eines betreuten Treffs in der Branderstraße findet nicht ungeteilte Zustimmung. Bei einem Gedankenaustausch zum Jahreswechsel wurde deutlich Gesprächsbedarf signalisiert. Christos Kislinger, Vorsitzender der SPD-Oberhausen, Gastronom Stefan „Bob“ Meitinger, der ein Lokal direkt am Helmut-Haller-Platz betreibt, und Hannelore Köppl, ARGE Vorsitzende in Oberhausen, sowie ein Anwohner, Emil Jarndt, diskutierten die Situation um den neuen Standort direkt am Bahnhofsvorplatz.

Bob Meitinger befürchtet, die Menschen könnten aufgrund
der Überdachung der ehemaligen Apotheke auch vor dem Gebäude und somit direkt vor seinem Biergarten stehen. „Ich finde das nicht prickelnd, da der Biergarten sich in direkter Nähe befindet.“ Der Umgang zwischen seinen Gästen und der Szene "ist nicht immer friedlich“.

ARGE-Vorsitzende Hannelore Köppl äußerte sich ähnlich. „Den Standort in der Dinglerstraße finde ich nach wie vor besser geeignet. Dort hätte es zur einer Entzerrung der Szene kommen können.“ Wichtig findet sie allerdings, dass das Gesamtkonzept nun endlich umgesetzt werden muss. „Es führt zu einer verbesserten Aufenthalts- und Lebensqualität im Stadtviertel, vor allem an der Wertach entlang bei den Spielplätzen ist die Situation seit längerem nicht mehr gut. “

Jarndt befürchtet eine Verschmutzung der Innenhöfe. Bedenken äußert er auch in Bezug auf den schmalen Bürgersteig, der direkt an der ehemaligen Apotheke vorbeiführt. „Viele Passanten nutzen den Bürgersteig jeden Tag. Wenn die Szene dort steht, kommt es zu einer Verengerung und möglichen unangenehmen Situationen."

Die Gesprächsrunde hofft jetzt auf ein Treffen mit Ordnungsreferent Dirk
Wurm, bei dem Lösungsansätze erarbeitet werden könnten. Christos Kislinger zeigt sich zuversichtlich, dass es am Ende ein gutes Miteinander oder wenigstens ein konfliktfreies Nebeneinander geben kann.
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