Der neue Bahnhofsplatz im Westen

Hier werden die Straßenbahnen aus- und einfahren. Foto Blöchl
 
Foto Blöchl
Einmal hinter die Kulissen sehen oder vielmehr den Bauzaun beim Umbau des Hauptbahnhofes. Auf der Eingangsseite des Bahnhofs ist der Tunnel ja fast fertig, seit Montag kann er auch besichtigt werden. Anders auf der Westseite. Hier ist der Bau noch in vollem Gange. Stadt und Stadtwerke hatten eingeladen, sich die Baustelle auf der Westseite des im Bau befindlichen Tunnels unter dem Hauptbahnhof anzusehen. Und es waren viele gekommen die es interessierte. Im Vorfeld hatte es ja viele Diskussionen gegeben. Es mussten viele Bäume gefällt werden, auch heute wird noch über die Trassenführung der neuen Linie 5 diskutiert. Unabhängig davon gehen aber die Arbeiten am Tunnelausgang auf der Pferseer Seite an der Rosenaustraße zügig voran. Hier sollen ab 2022 die beiden Linien 3 und 5 den Bahnhof unterirdisch kreuzen und dann weiter nach Stadtbergen bzw. zum Klinikum fahren. In einem europaweiten Architektenwettbewerb hatte ein Preisgericht nach mehrmaligen Tagungen einen Entwurf herausgearbeitet und diesen dann praktisch zu Planung freigegeben. Jetzt wird intensiv, teilweise Tag und Nacht und auch an Wochenenden und Feiertagen gearbeitet. Aufgrund der Notwendigkeit, die Bauarbeiten mit den Fahrplänen der Bundesbahn abzustimmen - es geht um den Bau eines neuen, für den regionalen Verkehr vorgesehenen Bahnsteigs F - sind die Zeitpläne eng und wenig flexibel,. Auch wenn man sich manches noch eher in der Phantasie vorstellen muss oder anhand der ausgehängten Entwürfe nachzuvollziehen ist, erkennt man die zukünftige Gestaltung. Die zukünftige neue unterirdisch geführte Wendeschleife ist zu sehen. Sie wird für die Stadtwerke schneller und sehr viel wirtschaftlicher sein, als andere Varianten. Der Tunneleingang ist zu erkennen, auch die Gestaltung des Vorplatzes lässt sich erahnen.

Der neue Bahnhofsvorplatz soll autofrei und attraktiv werden.

Der künftige Bahnhofsvorplatz wird als autofreier Platz mit 400 Parkplätzen und einem großen fahrradparkhaus für Pendler und andere Reisende gestaltet. auch Dienstleistungseinrichtungen und Gastronomie sollen den Patz beleben. Mit grünen abgestuften Terrassen soll auch der Natur Raum gegeben werden und optisch ein geschaffen werden. Man erhofft sich eine Aufwertung des Viertels und auch ein attraktives Angebot für die Reisenden. "Das wird sicher ein städtebauliches Highlight wie auch der Königsplatz" ware sich viele Teilnehmer einig.
Noch nichts zu sehen ist vom neuen Herzstück, dem Stra0enbahnbahnhof unter dem Bahnhof. Dieses Herzstück des Projektes "Mobilitätsdrehscheibe" wird erst ab 2018 in Angriff genommen. trotzdem werden derzeit schon Vorarbeiten geleistet. Es entstehen Technikräume, die es später ermöglichen, z.B. im Falle eines Brandes den unterirdischen Halt für mindestens 10 Minuten rauchfrei zu halten und so die Menschen zu retten.

Diskussionspunkt Straßenverkehr

Beinahe ein Anschauungsunterricht war der Stau auf der Rosenaustraße vor der Baustelle zum Zeitpunkt der Führung. Aufgrund der Bauarbeiten an der B 17 suchten sich wohl viele Autofahrer ihre Ausweichroute durch die Stadt. Die Folge - Stau auf der Rosenaustraße. Für einige bei der Führung anwesende Teilnehmer aus dem angrenzenden Thelottviertel ein willkommener Anlass auf die aus ihrer Sicht problematische Verkehrsführung nach der Inbetriebnahme des neuen Bahnhofstunnels hinzuweisen. Da die beiden Linien der Straßenbahn die Straße kreuzen werden, befürchten sie viel mehr Verkehr und vor allem Staus auf der Straße. Diese Befürchtungen zu entkräften wird wohl erst mit Inbetriebnahme des Projekts möglich sein.
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