Die Stadt für die Menschen!

v.l. Tanja Munding (Jugendzentrum), Dietmar Egger und Claudia Zerbe (Mehrgenerationentreff Pfersee) beim Aktionstag Foto Blöchl
 
Foto Blöchl

Parking Day in Pfersee.

Schön ist er nicht, der Platz vor der Kirche St. Michael im Zentrum Pfersees. Asphaltiert, durch eine dichte Hecke abgeschirmt, Müllcontainer stehen herum - normalerweise parken hier Autos und auch ein Taxi-Stand ist eingerichtet. Nein - hier hält man sich nicht auf wenn man nicht muss! Eine kleine Ahnung, nur so ein wenig Gefühl wie es vielleicht anders sein könnte, wollten die Initiatoren eines Aktionsstages vermitteln. Am Park(ing) Day, einem seit 2005 international jährlich begangener Aktionstag zur Re-Urbanisierung von Innenstädten: In der Regel am dritten Freitag des Septembers werden Parkplätze im öffentlichen Straßenraum modellhaft kurzfristig umgewidmet und einer anderen Nutzung wie der als grüne Oase bzw. Pflanzinsel, als Gastronomie- und Sitzfläche, Fahrradabstellfläche usw. zugeführt (Textquelle Wikipedia).

im Rahmen dieses internationalen Aktionstages hatten die Bürgeraktion Pfersee, das Jugendzentrum Linie 3, der Mehrgenerationentreff Pfersee und viele andere Vereine und Organisationen den Platz zur Aufenthalts und Spielfläche umfunktioniert. Es wurde gespielt und gemalt, diskutiert und beraten - Führungen in der Kirche wurden angeboten genauso wie die Möglichkeit einmal auszuprobieren wie man sich in der Stadt mit einem Rollstuhl bewegt. Und trotz des nicht gerade einladenden Herbstwetters kamen erstaunlich viele Besucher. Es scheint vielen Mitmenschen ein großes Anliegen zu sein, die Stadt wieder stärker an den Interessen und Bedürfnissen der Menschen zu orientieren als an den Bedürfnissen des Verkehrs und der Autos. Auch Umweltreferent Rainer Erben schauet vorbei, sehr schnell in ein intensives Gespräch mit Egger verwickelt.

Erste Pläne liegen vor

Bereits 2013 war das Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept (ISEK) für Pfersee, beschlossen worden. Es , hält seit die Neugestaltung der zentralen Pferseer Plätze vor Herz-Jesu und St. Michael für dringend geboten. Trotzdem wird der Platz zwischen den Kirchen St. Paul und St. Michael bis heute vernachlässigt. Statt den Platz zu gestalten, wurde er über Jahre hinweg wahllos mit Wertstoffcontainern und neuerdings Plakatständern vollgestellt. Das ungepflegte Restgrün in Verbindung mit den Asphaltflächen verleiht ihm die Anmutung eines lieblosen Fleckenteppichs. Mit dem Aktionstag wollte man zeigen, dass der Platz viel merh Möglichkeiten bietet.

Der Vorsitzende der Bürgeraktion, Dietmar Egger, informierte über 3 Vorschläge, die von Landschaftsarchitekten für die Platzgestaltung entwickelt worden waren und jetzt beim Stadtplanungsamt liegen würden. Die Vorschläge wurden im kopierter Form auch ausgestellt. Momentan wollen die Pferseer Bürger diese selbst prüfen und bewerten, bevor dann in den entsprechenden Gremien des Stadtrates Beschlüsse gefasst werden. Ähnlich soll im mit dem Patz vor der Herz – Jesu – Kirche verfahren werden. Initiativen aus München verdeutlichten, wie schnell neues Leben in ein Stadtviertel kommt, wenn entsprechende Änderungen der Prioritäten zugunsten von Anwohnern und Passanten erfolgen. Bedauerlich fanden es die Initiatoren, dass ausser Bezirksrat Volkmar Thumser keiner den kommunalpolitischen Akteure aus Pfersee – auch OB Gribl und Bürgermeister Kieefer wohnen im Stadtteil – sich informierte. Einen kleinen Eindruck, was mit einem platz mitten ind er Stadt alles möglich ist, bekam man an diesem Tag. Wann dann die Umgestaltugn wirklich beginnt? Niemand wollte sich so richtig festlegen, wann das passiert.
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