Dreiviertel-Trakt: Nächster Bauabschnitt am Josefinum in Augsburg gestartet

Bagger- und andere Baumaschinen begleiten das Josefinum seit nunmehr sieben Jahren. 2021 soll die Gesamtmaßnahme abgeschlossen sein. Foto: Florian Kemp da Silva

Seit nunmehr sieben Jahren wird die Fachklinik Josefinum im Stadtteil Oberhausen umgebaut. Nun entstehen im dritten Bauabschnitt ein neuer Anbau, ein Ärztehaus und ein ambulanter Operationssaal. Das dritte Viertel des Umbaus soll in etwa drei Jahren fertig sein, 2021 die gesamte Sanierung.

Das Josefinum in Augsburg ist rund 100 Jahre alt. Die aktuellen Bauten des Krankenhauses stammen aus den 50er und 60er Jahren. Seit sieben Jahren lässt die Katholische Jugendfürsorge, Träger des Kinder-, Frauen- und Geburtskrankenhauses, die Räume umbauen. Nun wurde der symbolische erste Spatenstich für einen neuen Trakt gesetzt.

Er soll in etwa drei Jahren Platz für kinder- und jugendpsychiatrische Stationen bieten. Auch ein Ärztehaus und ein ambulanter Operationssaal sollen darin unterkommen. Rund 60 Millionen Euro kostet der Anbau, die Hälfte davon übernimmt der Freistaat. Gesundheitsministerin Melanie Huml lobte am Rande des Spatenstichs für den neuen Krankenhausflügel das Krankenhaus und seinen Träger: "Sie sind in vielen Bereichen Vorreiter." 13 000 Patienten versorgt die Klinik pro Jahr stationär. Mit circa 3000 Geburten jährlich zählt es zu den größten Geburtskrankenhäusern Deutschlands. Der Medizinische Direktor Bernhard Hoch hob hervor: "Unsere Wertmaßstäbe zielen auf nachhaltigen Dienst, nicht auf kurzfristige Gewinnmaximierung."

Nachdem das Vincentinum im Sommer in private Hand überging, ist die Katholische Jugendfürsorge mit dem Josefinum der einzige Krankenhausträger im Bistum Augsburg. Klinikdirektor Hubert May erwähnte auch "das hohe Engagement der Mitarbeiter", durch das es möglich sei, für die Menschen eine Versorgung "auf höchstem medizinischem Niveau" anzubieten.

Die Fachklinik Josefinum ist ein Krankenhaus rund um die Familie, das Kliniken für Frauen, Kinder- und Jugendmedizin sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie unter einem organisatorischen Dach vereint. Die Neu- und Umbauten, die insgesamt 160 Millionen Euro kosten, sollen 2021 mit dem vierten und letzten Bauabschnitt abgeschlossen sein. (lib)
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