Ein Jugendhaus stellt sich den neuen Herausforderungen. Linie 3 in Pfersee hat umgebaut um den vielen neuen Besuchern gerecht zu werden..

BU: Viel Beifall für eine Manager. Besonders viel Beifall erhielt der Geschäftsführer des IKEA – Hauses Augsburg Peter Süssenbach (rechts) – die Firma hatte das Jugendzentrum durch die großzügige Spende von Möbeln sehr stark unterstützt. Es applaudieren von links Tanja Munding (Leitung des Jugendzentrums), Claudia Zerbe (Mehrgenerationentreff Pfersee), Sedat Mutlu (Bundesfreiwilligendienst), Marie Rechthaler und Jonas Mattejat (beide Vorstand des Stadtjugendrings). Foto Blöchl
Der Zuzug vieler Flüchtlinge hat Auswirkungen in vielen Bereichen. Freitagabend – Jugendhaus Linie 3 in Pfersee – es ist was los Jugendzentrum. Man sieht viele Hautfarben, die Altersspanne ist weit gefächert. Auch die Sprachenvielfalt, die man heraushören kann ist groß. Und. Sicher nicht alltäglich im Jugendhaus, ein kleines Buffet ist aufgebaut. Und auch einige Menschen, die vom Alter her nicht zur Zielgruppe des Jugendhauses gehören mischen sich unter das Publikum. Was wird gefeiert? Die Leiterin des Hauses Tanja Munding und der stellvertretende Vorsitzende des Stadtjugendrings Augsburg, Jonas Mattejat klären bei der Begrüßung auf. Die Zahl der Jugendzentrumsbesucher ist in den letzen Monaten sprunghaft angestiegen. War in den letzten Jahren eher ein Rückgang der Zahlen zu verzeichnen, der Geburtenrückgang lässt grüßen, steigen durch den Zuzug vieler Familien und auch unbegleiteter minderjähriger Jugendlicher die Zahlen wieder stark an. Auf die Frage wie viele Nationalitäten denn vertreten sind meint die Sozialpädagogin Susanne Seidenspinner schmunzelnd: “Fragen Sie lieber welche nicht da sind!“ Aber die vielen fröhlichen Kinder und Jugendliche spiegeln das bunte Bild wieder, dass die Stadtgesellschaft mittlerweile, nicht nur durch die Flüchtlinge darstellt. Und es geht fröhlich und friedlich zu, auch die früheren Stammgäste sind nach wie vor im Haus, man versteht sich, gelebte Integration unter der Jugend.
Für diesen neuen Ansturm war das Zentrum schon baulich nicht mehr geeignet. Kurzentschlossen wurde ein kleiner Umbau geplant du auch zügig umgesetzt. Und jetzt gibt es genügen Platz für alle, es ist geräumig und auch genügend Sitzmöglichkeiten sind nun vorhanden.. Mit der kleinen Feier wurden nun die neuen Räume eingeweiht, zur Freude aller. Und das Buffet, zu dem viele etwas beigetragen hatten, schmeckte allen.

Ein Konzern engagiert sich.

Ungewöhnlich war an diesem Abend auch die Anwesenheit eines Managers der bekannten Möbelfirma IKEA. Peter Süssenbach, der Leiter der Niederlassung in Augsburg, wurde mit besonders viel Beifall bedacht. Hatte die Firma doch die Möbel für die Einrichtung der neuen Räume gespendet und sie auch aufgebaut. Es sind hochwertige stabile Stühle und Tische, die den Herausforderungen eines Jugendhauses sicher gerecht werden. Ohne die Unterstützung wäre eine vernünftige Ausstattung der Räume kaum realisierbar gewesen. Den Kontakt hergestellt hatte Sedat Mutlu, der derzeit als freiwilliger Helfer im Jugendzentrum arbeitet. Bereitwillig hatte die Firma die Unterstützung zugesagt und auch mit Hilfe des eigenen Personals ermöglicht. Süssenbach erzählt im Gespräch, dass derzeit 8 Mitarbeiter seines Hauses mit derartigen Projekten in Augsburg und der Region beschäftigt sind. Da werden Schulbibliotheken eingerichtet, Ausstattungen für Klassenzimmer gesponsert und in Diedorf soll mit finanzieller Unterstützung von IKEA eine internationale Begegnungsstätte entstehen. Stolz ist er auch darauf, dass diese ersten Initiativen aus Augsburg im Konzern selbst Niederschlag gefunden haben und mittlerweile 500 Projekte in Deutschland mit mehr als 1,5 Millionen Euro unterstützt werden. Ein lobenswertes Beispiel auch für andere große Firmen in der Stadt!
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