Essen verbindet.

v.l. Omar Fuad, Hannelore Martinelli, Selma, AWO-Flüchtlingsbetreuerin Verena Lechner, Selmas Tochter Lana mit 6 Monaten und Wasim beim Grillfest. Foto Blöchl

Flüchtlinge bedanken sich mit Grillfest bei ihren Helfern.


Viele Menschen engagieren sich für die Flüchtlinge, die vor allem im letzten Jahr auch nach Augsburg gekommen sind. Auch in Pfersee hat sich ein großer aktiver Helferkreis gebildet, der versucht, bei allen auftauchenden Fragen und Problemen zu unterstützen. Da werden Kleider und Fahrräder gesammelt, die Hilfe bei Behördengängen ist genauso angesagt wie die Hilfe beim Deutschlernen. Eine wichtige Rolle hat dabei auch das Bürgerhaus in Pfersee, das viele Angebote macht oder Räumlichkeiten anbietet. Aber auch die Kirchen sind aktiv dabei. Peter Luibl, der Leiter des Bürgerhauses sieht die „Notwendigkeit bei der Integration zu helfen, weil sonst erst Probleme auftauchen!“

Es liegt an der Natur der Sache, dass die Hilfe derzeit ziemlich einseitig ist. Aber auch die Flüchtlinge wollten sich bedanken, „einmal ein wenig zurückgeben“ wie es ein junger Nigerianer ausdrückte. So lud man in den Schlösslepark zwischen Jugendzentrum und Bürgerhaus zum gemeinsamen Grillabend. Und es kamen viele! Ein beinahe babylonisches Sprachgewirr, unterschiedliche musikalische Klänge, Gerüche und Düfte, die für europäische Nasen nicht immer eindeutig zu definieren waren – es war internationaler Flair zu hören, zu sehen und zu riechen. Da saß die syrische Familie neben den afrikanischen Jugendlichen, die somalischen Jugendlichen versuchten sich mit deutschen Jugendlichen zu unterhalten. Es war gelebtes Miteinander, dass ihre Höhepunkte neben der gemeinsamen Konversation im Probieren der unterschiedlichen Spezialitäten fand. Ziemlich scharfes afrikanisches Gemüse konkurrierte mit dem eher sanften Geschmack von arabischen Süßigkeiten, Hähnchen auf arabische Art wurde mit Kartoffeln aus afghanischer Küche kombiniert. Beinahe ein wenig wie auf einem Gemälde bei Breughel fühlte man sich inmitten der vielen Menschen im Park. „Es tut einfach gut zu sehen, wie die Menschen bei allen Sprachhindernissen sich verstehen, das macht Mut und gibt Kraft“ meinte Dietmar Egger, der Vorsitzende der Bürgeraktion Pfersee., ebenfalls aktiv im Helferkreis.
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