Familienbegleiterin der Stiftung Bunter Kreis für bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet

Von links: Margit Berndl, Vorsitzende der Freien Wohlfahrtspflege Bayern, Horst Erhardt, Geschäftsführer der Stiftung Bunter Kreis, Familienbegleiterin Helga Palm und Johannes Hintersberger, Sozialstaatssekretär. Foto: Paritätischer in Bayern
Augsburg, 1. Dezember 2016. Helga Palm wurde für ihr bürgerschaftliches Engagement als ehrenamtliche Familienbegleiterin im ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst des Bunten Kreises Augsburg von Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger am 29. November 2016 im Bayerischen Sozialministerium in München mit dem „Ehrenamtsnachweis Bayern“ ausgezeichnet. Die Stiftung Bunter Kreis ist Mitgliedsorganisation im Paritätischen in Bayern.

Der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst unterstützt Kinder mit einer lebensbedrohlichen oder lebensverkürzenden Erkrankung und deren Familien dabei, die kostbar gewordene Zeit gut zu gestalten. Die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter/innen begleiten ab dem Zeitpunkt der Diagnosestellung im Leben und im Sterben und über den schweren Abschied eines Kindes hinaus auch in der Zeit der Trauer. Helga Palm über ihr ehrenamtliches Engagement: „Krankheit und Tod gehören zu unserem Dasein. Die Hospizarbeit hat meinem Leben eine neue Tiefe gegeben und ist für mich eine große Bereicherung.“ Durch ihre selbstverständliche Offenheit für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Familien und durch ihr insgesamt so herzliches Engagement bereichern Freiwillige das Wirken des Bunten Kreises. Vorbildhaft sei die professionelle Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen im Bunten Kreis, so Helga Palm.

Für seinen Kinderhospizdienst sucht der Bunte Kreis auch ganz aktuell wieder engagierte Menschen, die sich zu ehrenamtlichen Familienbegleitern ausbilden lassen möchten. Die nächste Schulung unter dem Motto „So viel Leben! Begleitung in der Kinderhospizarbeit“ findet ab Januar 2017 in sieben Wochenendblöcken statt.

Beim diesjährigen Festakt zeichnete Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger 15 ehrenamtlich Engagierte aus, die sich in unterschiedlichen Bereichen – von der Jugendarbeit, über die Hilfe für Asylbewerber bis hin zur Behindertenhilfe – für ihre Mitmenschen einsetzen. „Bayern ist ohne das Ehrenamt nicht vorstellbar. Nahezu jeder Zweite engagiert sich ehrenamtlich. Das ist großartig! Sie sind es, die sich für ihre Mitmenschen interessieren, sich kümmern und nicht wegschauen. Ihnen allen gebühren unser Dank und unsere Anerkennung. Das große Engagement zeigt auch, wie gut der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft funktioniert. Ohne die Ehrenamtlichen wäre Bayern ärmer und kälter", betonte Hintersberger.

Der Ehrenamtsnachweis ist einerseits öffentliche Anerkennung für jahrzehntelanges bürgerschaftliches Engagement und bringt darüber hinaus auch jungen Menschen oder Wiedereinsteiger/-innen berufliche Vorteile. Denn der auch von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft anerkannten Urkunde liegt ein Nachweis über die genaue Tätigkeit im jeweiligen Engagement bei. Daraus kann jeder künftige Arbeitgeber erkennen, welche Fähigkeiten und Talente jemand bereits über Jahre im Engagement eingebracht und erworben hat. Erhalten kann den Nachweis jede/r Ehrenamtliche, der/die sich jährlich mindestens 80 Stunden ehrenamtlich einbringt oder in einem zeitlich begrenzten Projekt in diesem Umfang tätig war oder ist. Den Ehrenamtsnachweis ausstellen kann die Organisation, bei der die ehrenamtliche Tätigkeit ausgeübt wird.

Informationen finden Sie unter: www.ehrenamtsnachweis.de
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