Kriegshaber Künstler

Eine Krippe von Karl Radinger

Karl Radinger
(1912 bis 1966)

Überall im Stadtteil Kriegshaber finden sich Spuren des gebürtigen Kriegshaberers Karl Radinger. Besonders geliebt wird seine Bretterkrippe, die jedes Jahr in der Pfarrkirche "Heiligste Dreifaltigkeit" zu sehen ist. Radinger entwarf sie in den 1930er-Jahren zusammen mit Mesner Kaspar Thalmeier nach Südtiroler Vorbild.

In den 1950er Jahren erhielt sie ihr heutiges Erscheinungsbild, wurde allerdings 2005 erweitert und um ein Schäfchen und einen Hirten ergänzt. Auch Altarbild, Kanzel und Kreuzweg der Kirche wurden von Karl Radinger geschaffen. Der Künstler kam am 24. August 1966 bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Sein Sohn Bernhard, langjähriger Fotograf bei der MAN, ist als inoffizieller Archivar Kriegshabers bekannt.
Emil Esche
(1896 bis 1948)

Im sächsischen Schlösschen Porschendorf geboren, lebte Emil Esche von 1902 an in Kriegshaber. Die Straßen Kriegshabers sind wiederkehrende Sujets des Kunstpreisträgers der Stadt Augsburg, die er zwischen Impressionismus und Expressionismus immer wieder neu interpretierte.

Sepp Mastaller
(1915 bis 2004)

Der Augsburger Bildhauer Sepp Mastaller fertigte für Kriegshaber die Skulptur "Mutter und Kind", auch bekannt unter dem Namen "Das Elend". Gemeint ist die Not nach den Bombenangriffen während des Zweiten Weltkriegs. Die Skulptur wurde anlässlich des 90-jährigen Eingemeindungsjubiläums Kriegshabers auf einer Verkehrsinsel in der Ulmer Straße aufgestellt.

Claudia Böhme und

Katharina Maier

Aus dem Buch "Kriegshaber in Bildern. Am Straßenrand der Weltgeschichte", erscheint im Wißner-Verlag, April 2016
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