Kulturfestival statt sozialer Brennpunkt!

Die Bananafishbones werden den Platz rocken! (Foto: privat)
 
Mit Reggaerhythmen vom Feinsten lassen dub à la pub das Feeling der Karibik erleben. (Foto: privat)
Der Vorplatz des Oberhauser Bahnhofs, benannt nach dem Augsburger Fußballidol Helmut Haller, steht immer wieder wegen sozialer Problem in der Diskussion. Eine harte Drogen- und Trinkerszene, begleitet von Gewalt, rückt dieses Zentrum des Stadtteils immer wieder in ein negatives Licht. Dabei wird von Seiten der Anwohner, von Gewerbetreibenden und auch der Arbeitsgemeinschaft der Vereine (ARGE) vielversucht, um den Platz als öffentlichen Raum für die Menschen aufzuwerten. Weihnachtsmarkt, das alljährliche Kirschblütenfest und andere Veranstaltungen werden dabei in der öffentlichen Wahrnehmung und Berichterstattung weniger wahrgenommen

Sommer im Kiez“.

Unter diesem Motto unternimmt nun der Gastronom Stefan „Bob“ Meitinger einen neuen Anlauf, um aus dem sozialen Brennpunkt einen kulturellen Anziehungspunkt zu scmachen. „Mit unseren Veranstaltungen wollen wir die Aufenthaltsqualität auf dem Platz erhöhen und auch die soziale Kontrolle verbessern“ fasst Meitingers Mitorganisator Thomas „Flonny“ Kluge die Absichten der Veranstalter zusammen. Vom 9. Juni bis zum 16. Juli gibt es jedes Wochenende von Donnerstag bis Samstag ein buntes Musik- und Kleinkunstprogramm. Der Sonntag ist dann dem Public Viewing der Fußballeuropameisterschaft vorbehalten. Die Spiele der deutschen Mannschaft werden auch an den anderen Tagen gezeigt. Ab dem Achtelfinale gibt es alle Spiele auf der Großleinwand. Die Veranstalter bieten namhafte Bands und Künstler auf, unter ihnen die in Augsburg sehr bekannte Gruppe dub à la pub (17. Juni), die Bananafishbones (24. Juni), die Showband Kinihasn ((8. Juli) und Der Nino aus Wien zum Abschluss am 16. Juli. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Der Platz wird immer ab 17 Uhr für das Publikum geöffnet sein, eine Streetfoodgasse lädt mit kulinarischen Köstlichkeiten ein. Auch Straßenkünstler werden das sicher zahlreiche Publikum unterhalten. „Es ist keine Konkurrenz zu La Strada in der Innenstadt, wir wollen in Oberhausen eigene Akzente setzen!“ meint Flonny. Nach dem Ende des Kiezprogramms veranstaltet die Stadt vom 22. – 24. Juli unter dem Motto „Nimm Platz“ Aktionstage auf dem Platz.

Große öffentliche Unterstützung.

Das Vorhaben von Meitinger, der am Platz eine Gaststätte betreibt, kommt ohne öffentliche Zuschüsse aus. Er´hat aber die breite Unterstützung aus dem Stadtteil sicher. Hannelore Köppl, die Vorsitzende der ARGE sagt: „Die Anwohner wollen eine Aufwertung des Platzes, wir sehen die zunehmende Verslumung mit Sorge!“ Veranstaltungen wie das Kulturfestival können dem entgegenwirken. Auch der Ordnungsreferent der stadt, Dirk Wurm (SPD), will die Veranstalter jede mögliche Unterstützung zukommen lassen, damit das für die Entwicklung des Stadtteils wichtige Ereignis auch ein Erfolg wird.
„Wir wollen kein Schicki – Micki – Fest“, sondern ein authentisches Festival das zum Viertel und den Menschen passt“ sagen die Veranstalter. Sie planen schon ein ähnliches Vorhaben unter dem Motto „Winter im Kiez“ auf dem Platz auf die Beine zu stellen. Jetzt kann man Oberhausen und ihnen nur noch wünschen, dass das Wetter wirklich zum Fest passt, die deutsche Mannschaft bei der Europameisterschaft möglichst weit kommt und die Bürgerinnen und Bürger aus Oberhausen „ihren“ Helmut-Haller-Platz als Patz des friedlichen sozialen Miteinanders erleben können. Am 9. Juni beginnt das Festival dann mit dem Auftritt von Andreas Kalb und Friedrich Pilsner.
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