Mauscheleien um Grundstück des Post-SV?

Um dieses Gelände des Post - SV an der Grenzstraße gibt es Streit. Foto Blöchl

Bürgeraktion Pfersee erhebt Vorwürfe gegen Kommunalpolitik

Ziemlich harsch ist die Kritik, die die Bürgeraktion Pfersee mit ihrem Vorsitzenden Dietmar Egger im Zusammenhang mit dem Verkauf des Geländes Postsportvereins an der Grenzstraße am Verein und der Kommunalpolitik erhebt. In einer Presseerklärung und bei einer Ortsbegehung präzisiert Egger, was der Pferseer Bürgervereinigung missfällt. Wie bereits berichtet, will auf dem Gelände des Sportvereins einer der Inhaber der in der Nähe ansässigen Firma Dehner einen Wohnpark errichten. Die Umstände um dieses Vorhaben lassen für die Bürgeraktionen viele Fragen aufkommen.

„Das verdächtige Schweigen der Sportpolitiker“ ist die Presseerklärung überschrieben. Obwohl die Stadt für den Spätherbst den sogenannten Sport- und Bäderentwicklungsplan angekündigt habe, scheinen nun im Falle der Grünflächen an der Grenzstraße bereits Entscheidungen „im Hinterzimmer“ gefallen sein, sagt Egger. Für die Sportflächen des Post SV an der Grenzstraße existiert laut Egger keine Entbehrlichkeitsprüfung, der Flächennutzungsplan soll aber vorauseilend geändert werden Die besagten Flächen sind als Sportflächen in einem rechtsgültigen Bebauungsplan seit den 1960ern gesichert und im Stadtteilentwicklungskonzept Kriegshaber vor kurzem erst als wesentlicher Baustein bekräftigt worden. "Allen bisherigen Ankündigungen zum Trotz werden die Sportflächen des Post SV an der Grenzstraße bereits überplant, obwohl von geplanten Entwicklungsplan, der eine etwaige Entbehrlichkeit überhaupt erst feststellen müsste, weit und breit nichts zu sehen ist".
Im Schnittbereich der dicht bebauten Stadtteile Pfersee und Kriegshaber, und trotz Neubesiedelung der benachbarten Reese-Kaserne soll eine Sportfläche für überflüssig erklärt werden. Anzumerken ist auf jeden Fall, dass dieser Sportplatz bereits als Ersatz für den Sportplatz des SV Dierig an der Spichererstraße herhalten musste. Der SV Dierig existiert im Übrigen heute nicht mehr.

Ist der Sportstättenentwicklungsplan bereits jetzt Makulatur?

Die Bürgeraktion moniert auch, dass „ kein Sportpolitiker irgendeiner Couleur bei der drohenden Umwandlung der innerstädtischen Sportfläche Anlass für eine Blutgrätsche sieht.“ Die Begehrlichkeit zur Wohnbebauung könnte etwa auch bald auf das naheliegende Gelände des TSV Pfersee übergreifen, wird befürchtet.

Dem potentiellen Investoren Dehner könnten im Vorfeld des Post-SV-Grundstückdeals bereits unzulässige Zusagen gemacht worden sein, mutmaßt Egger.
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