Moscheeneubau in Oberhausen geht voran.

Nasser Ahmad (links) und Said Gessler stehen hier im zukünftigen Gebetsraum der Männer auf der Baustelle an der Donauwörther Straße.
Mit einer großen Kampagne wirbt derzeit die Islamische Gemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat auch in Augsburg für einen friedlichen Islam. Die ursprünglich aus Pakistan stammende Glaubensrichtung des Islam ist seit langem auch in Augsburg aktiv, betreibt in Pfersee Gebetsräume und will sich in die Stadtgesellschaft einbringen. Seit längerem ist auch der Bau einer Moschee geplant. Nach einigen, auch kontroversen Diskussionen sind auf der Baustelle an der Donauwörther Straße die Arbeiten im vollen Gange.

Eröffnung im September geplant.

Bauleiter Said Gessler erläutert beim Besuch der Baustelle den Fortschritt der Arbeiten. Er betont, dass die meisten Arbeiten von Freiwilligen aus der Gemeinde bzw. bei der Gemeinde angestellten Fachkräften durchgeführt werden. Derzeit ist man dabei, die Fundamente zu betonieren, man erkennt an den Strukturen die zukünftige Gestaltung des religiösen Gebäudes. Zwei achteckige Gebetsräume, getrennt für Männer und Frauen, ein Fundament für einen kleinen Turm. Nach den Diskussionen um ein Minarett hat die Gemeinde vom Bau eines klassischen Minaretts Abstand genommen. Nur ein kleiner eher symbolischer Turm wird gebaut. In der Endstufe wird das Gebäude ca. 6 m hoch sein.
Die Finanzierung des Projekts erfolgt ausschließlich über Eigenmittel der Religionsgemeinschaft. Einen Teil übernimmt die deutsche Zentrale im Rahmen eines deutschlandweiten Programms, der Rest wird von den Mitgliedern der Gemeinde in Augsburg, teilweise durch umfangreiche e Eigenleistungen auf der Baustelle aufgebracht. Das Verhältnis zu den Nachbarn beschreibt das anwesende Führungsmitglied der Augsburger Gemeinde Naseer Ahmad als mittlerweile sehr positiv. „Nach anfänglichen Problemen ist der Umgang mittlerweile freundlich und normal“ meint er. Er verweist auch darauf dass der Nachbar der Gemeinde ermöglicht habe, die Abwasserentsorgung über sein Grundstück zu führen. Beide Vertreter der muslimischen Gemeinde sind sich sicher, dass nach der Eröffnung der Moschee im September oder Oktober ein guter und freundschaftlicher nachbarschaftlicher Geist herrschen wird.
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